Möglicher Ausfall wegen Verletzung
Teamchef Völler bangt um Freier

Rudi Völler muss beim Länderspiel gegen die Schweiz und womöglich sogar bei der EM in Portugal auf Paul Freier verzichten. Oliver Neuville oder Bastian Schweinsteiger könnten nachrücken.

HB BERLIN. In der Fußball-Nationalelf steht gut zwei Wochen vor dem ersten EM-Spiel eine weitere personelle Veränderung an. Rudi Völler sorgt sich nach dem 7:0 der Fußball-Nationalelf gegen Malta um Paul Freier. «Er ist im Krankenhaus bei der Kernspintomographie. Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist», sagte der Teamchef am Tag nach dem Länderspielsieg in Freiburg.

«Es wäre unfair gegenüber Paul, jetzt schon von einer Nachnominierung zu sprechen», sagte Völler am Freitag. Doch sollte sich die Verletzung des Bochumers als gravierend herausstellen, wird Oliver Neuville nachrücken. Spätestens morgen soll der Leverkusener Angreifer im Trainingslager der Nationalelf im Schwarzwald eintreffen. Möglich wäre auch eine Nachnominierung von U21-Nationalspieler Bastian Schweisteiger von Bayern München.

Paul Freier war am Donnerstag nach der Pause für Andreas Hinkel ins Spiel gekommen, hatte das 5:0 durch Michael Ballack (59.) vorbereitet und musste kurz darauf mit Problemen im linken Knie vom Platz. Nach einer Kernspintomographie am Freitag wurde einen Innenbandeinriss im Knie diagnostiziert.

Am Abend wollten die medizinische Abteilung des DFB unter Leitung von Mannschaftsarzt-Orthopäde Dr. Hans-Wilhelm Wohlfahrt Freier noch einmal gründlich untersuchen und noch die Nacht zum Samstag abwarten. Am Samstag will DFB-Teamchef Rudi Völler dann endgültig entscheiden, ob Freier im EM-Aufgebot bleibt oder ein Akteur für den Mittelfeldspieler nachnominiert wird.

Immer noch offen ist das 23. EM-Ticket. Darauf hat Lukas Podolski derzeit die größten Chancen, obwohl den erst 18 Jahre alte Kölner Leistenprobleme plagen. «Das Thema ist nicht abgeschlossen. Lukas soll am Samstag wieder trainieren, und auch für das Spiel der U21 am Sonntag ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Wenn es am Sonntag nicht gehen sollte, muss man weitersehen. Vielleicht sollte Lukas dann zu uns ins Trainingslager kommen, um sich untersuchen und behandeln zu lassen», sagte Völler nach einem Telefonat mit U21-Trainer Uli Stielike.

Eine gute Nachricht hatte Völler dann aber doch noch. Christian Wörns, der gegen Malta geschont worden war, ist nach Leistenproblemen wieder wohlauf. Der Dortmunder könne nun den wichtigen Leistungscheck absolvieren.

Am Freitag stand für die Nationalspieler nur ein lockeres Training auf dem Programm. Danach ließ Völler seine Mannschaft ziehen. «Sie können ausspannen, Kaffee trinken. Ich weiß, dass einige ins Kino wollen. Sich diesen Katastrophenfilm vom Emmerich ansehen», erzählte der Teamchef, «aber ab morgen geht es rund». Im Hinblick auf das Länderspiel in Basel gegen die Schweiz (2. Juni) wolle er das Training anziehen.

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