Möglicher Betrug
Klöckner-Millionen: Staatsanwaltschaft ermittelt

In die Affäre um verschwundene Mill. beim Duisburger Werkstoffhändler Klöckner & Co hat sich die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

dpa DUISBURG/DÜSSELDORF. "Wir ermitteln wegen des Verdachts der Untreue gegenüber Klöckner und wegen möglichen Betrugs zum Nachteil der WestLB", bestätigte Behördensprecher Johannes Mocken am Freitag einen Bericht der Tageszeitung "Die Welt". Nach den der Staatsanwaltschaft vorliegenden Unterlagen könnten Klöckner nach dem Verkauf an den Londoner Balli-Konzern 120 Mill. Euro entzogen worden sein.

Ob sich die Ermittlungen gegen Manager von Klöckner oder Balli richteten, wollte Mocken nicht sagen. Neben dem Duisburger Unternehmen käme auch die WestLB als Geschädigte in Frage, da sie den Verkauf finanziert habe. "Wenn Klöckner dann ohne Genehmigung wesentliches Vermögen entzogen wurde, könnte Betrug vorliegen", so Mocken.

Vor vier Monaten hatte der Düsseldorfer E.ON-Konzern Klöckner & Co an den Londoner Werkstoff- und Chemieprodukthändler verkauft. Der Verbleib der 120 Mill. Euro wird derzeit von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG überprüft. Dabei wird nach Angaben des Unternehmens untersucht, ob zum Nachteil von Klöckner Geld innerhalb des Verbundes des Londoner Mutterkonzerns Balli geflossen ist. Die Balli Group plc hatte erklärt, dass sie davon ausgehe, dass das Ergebnis der Prüfung alle Verdachtsmomente ausräumen werde.

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