Möglicherweise Grundlage für Vertragstext
Telekom legte Sondierungspapier für Tarife vor

Die Tarifgespräche für etwa 124 000 Beschäftigte der Deutschen Telekom sind nach Angaben der Gewerkschaft am Freitag in die entscheidende Phase gegangen.

Reuters BERLIN. Die Arbeitgeber legten ein Sondierungspapier vor, das nach Angaben beider Seiten Grundlage für einen neuen Vertragstext sein könnte. Unterdessen weitete Verdi die Streiks bei den Banken aus.

Verdi-Verhandlungsführer Rüdiger Schulze sagte in Berlin, es werde jetzt darüber entschieden, ob man auf Grundlage des Sondierungspapiers die Verhandlungen fortsetzen könne. Von der Telekom hieß es, in dem Text seien die Verhandlungsergebnisse der vergangenen Nacht aus Sicht der Telekom zusammengefasst. Die auf zwei Tage angesetzte vierte Verhandlungsrunde hatten am Donnerstag begonnen.

Verdi: Einigung am Freitag möglich

Schulze sagte Reuters TV, auf Grund des Sondierungspapiers könnte es am Freitag zu einem Abschluss der Gespräche kommen. Das Papier müsse nun aber erst einmal gelesen und intensiv geprüft werden. "Dann müssen wir entscheiden, ob wir das der großen Tarifkommission als verhandlungsfähiges Angebot unterbreiten oder nicht", sagte Schulze.

Bei der Telekom hieß es, in dem Papier seien Kompromisse aus den Gesprächen der vergangenen Nacht zusammengefasst. Dies könne möglicherweise als Grundlage für einen neuen Tarifvertrag gelten.

Verdi fordert 6,5 % mehr Lohn und Gehalt und hat ein Arbeitgeberangebot über Einkommenserhöhungen von 3,8 % vom 1. Juli an sowie drei Prozent vom 1. Mai 2003 für weitere zwölf Monate abgelehnt. Damit habe die Telekom lediglich rund drei Prozent angeboten, heißt es bei der Gewerkschaft. Verdi hatte zuletzt ihren Druck mit Warnstreiks erhöht.

Telekom-Personalvorstand und-Verhandlungsführer Heinz Klinkhammer hatte sich zum Auftakt der neuen Runde zuversichtlich geäußert, am Freitag ein Ergebnis erzielen zu können. Eine Einigung im Entgeltbereich sei noch am einfachsten. Schwieriger werde es, die Verhandlungsergebnisse für die Angestellten auf die Beamten zu übertragen. Als schwierigsten Punkt bezeichnete er die Forderung der Gewerkschaft, die Übernahme von etwa 3450 Auszubildenden tariflich festzuschreiben.

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