Möglicherweise Sammelklage
Swissair-Passagiere bilden Geschädigtenpool

afp BERLIN. Der bankrotten Schweizer Fluglinie Swissair drohen nun auch noch Klagen von nicht beförderten Passagieren: Sie gründeten in Deutschland einen Pool, um ihre Rechte durchzusetzen. Die Ersatzansprüche sollten nicht in erster Linie an Swissair, sondern an die Rechtsnachfolgerin Crossair gerichtet werden, sagte Luftrechtsexperte Professor Elmar Giemulla am Freitag in Berlin der Nachrichtenagentur AFP. Es sei eine Hotline für alle Passagiere eingerichtet worden, die ihre Flüge nicht antreten konnten oder zum Beispiel wegen des Ausfalls zusätzliche Übernachtungen buchen mussten. Möglicherweise werde gemeinsam mit US-Kollegen eine Sammelklage in Übersee erhoben.

Giemulla erwartet "einige tausend Fälle". Eine betroffene Passagierin erklärte, sie finde es empörend, "in der Presse lesen zu müssen, dass die Banken die bereits vereinbarten Zahlungen an die Swissair bewusst hinausgezögert haben, um die Forderungen von Passagieren in Milliardenhöhe in die Vergleichsmasse fallen zu lassen". Deshalb will der Pool prüfen lassen, ob nicht auch das Verhalten einzelner Bankmanager und Swissair-Verwaltungsratsmitglieder schadensrechtlich relevant ist.

Die Nummern der Hotline für geschädigte Passagiere sind: 089/37060980, 08061/350392 und 030/86396882.

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