Möglicherweise steht auch das A-Klasse Werk in Brasilien zum Verkauf
Daimler-Chrysler will MTU München verkaufen

Nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" übernimmt eine Tochter des italienischen Autokonzerns Fiat den Flugzeugantriebe-Hersteller. Die Gespräche seien bereits weit fortgeschritten, derzeit werde über die Höhe des Kaufpreises verhandelt.

dpa-afx STUTTGART/MÜNCHEN. Ein Daimler-Chrysler-Sprecher wollte den Bericht am Montag nicht kommentieren. Die Zeitung berichtete weiter, DaimlerChrysler wolle das 1999 eröffnete Werk für die Produktion der Mercedes-Benz A-Klasse in Brasilien an den koreanischen Autobauer Hyundai verkaufen.

Unklar sei, ob sich der mögliche Verkauf von MTU München auch auf die MTU Friedrichshafen, einen Hersteller von Dieselantrieben für Schifffahrt, Energieversorgung, Schwerfahrzeuge und Eisenbahn, auswirkt. Die MTU München heißt offiziell MTU Aero Engines und gehört zur Sparte Luft- und Raumfahrttechnik des Autokonzerns.

DaimlerChrysler hatte im Rahmen der Konzentration auf das Autogeschäft seine Beteiligung an dem europäischen Raumfahrtkonzern EADS im vergangenen Jahr an die Börse gebracht. MTU hatte innerhalb der vom früheren Daimler-Benz-Chef Edzard Reuter geschaffenen Sparte einen Sonderstatus und verblieb beim Konzern.

Das Unternehmen beschäftigt 7 400 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr 2,1 Mrd. Euro (4,1 Mrd DM) Umsatz. MTU ist nach eigenen Angaben alleiniger Ansprechpartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr.

Über den Verkauf des Mercedes-Benz-Werks im brasilianischen Juiz de Fora soll nach dem Zeitungsbericht möglicherweise noch am Montag auf einem Treffen mit Top-Managern von DaimlerChrysler und Hyundai in Frankfurt/Main entschieden werden. Der deutsch-amerikanische Autokonzern ist an Hyundai mit zehn Prozent beteiligt.

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