Möglicherweise werden weniger Tiere durch das EU-Tötungsprogramm sterben
Bauernverband begrüßt geringer ausfallendes Schlachtprogramm

Voraussichtlich werden weniger als 100 000 Kühe geschlachtet werden müssen, denn der Verbraucher habe wieder angefangen Rindfleisch zu kaufen. Bundesverbraucherministerin Renate Künast veringerte darauf die Anzahl der Tiere, die sterben sollen. Der Bauernverband begrüßt die Ankündigung.

Reuters BERLIN. Der Deutsche Bauernverband hat die Ankündigung von Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) begrüßt, das EU-Tötungsprogramm zur Stützung des Rindfleischmarkts voraussichtlich nur in geringerem Umfang als zunächst geplant umzusetzen. Der Ernährungs- und Landwirtschaft sei es gelungen, das Vertrauen der Verbraucher in die Qualität des Rindfleisches zurückzugewinnen, sagte Verbandspräsident Gerd Sonnleitner am Dienstag im Berliner Inforadio. "Wenn wieder Rindfleisch gegessen wird, dann brauchen wir natürlich nicht so viele Tiere aus dem Markt nehmen. Und genau dies wollten wir erreichen." Der Verzehr habe sich nach Beginn der BSE-Krise Ende November zunächst etwa halbiert, mittlerweile sei aber ein Wert von 60 bis 70 % der früheren Verkaufsmengen erreicht.

Künast hatte am Montag bei einem Treffen der Agrarminister der Europäischen Union (EU) in Brüssel gesagt, das Programm zur Tötung und Vernichtung von Rindern zur Marktstützung solle kommende Woche in Deutschland anlaufen. Es werde aber voraussichtlich nur einen Monat dauern und weniger als 100 000 Tiere betreffen. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass im Zuge des Programms in Deutschland 400 000 Kühe vernichtet werden könnten. Künast sagte, sie sei guter Hoffnung, dass weniger als 400 000 Kühe geschlachtet und vernichtet werden müssten. Die Rindfleischpreise zögen langsam wieder an. "Die Talsohle scheint ein Stück durchschritten zu sein", sagte die Ministerin.

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