Mölicherweise auch Arbeitsplätze bedroht
Schwache Nachfrage: Deutsche BA streicht Flüge

Die Deutsche BA wird wegen der weiter schwachen Nachfrage und dem aggressiven Wettbewerb mit der Billigflug-Tochter der Lufthansa Germanwings im Februar und März 500 Flüge streichen.

Reuters MÜNCHEN. Die Reduzierung im Streckennetz entspreche der Kapazität von zwei Maschinen des Typs Boeing 737-300, teilte die Gesellschaft am Freitag mit. Als Grund nannte die Gesellschaft die weiter schlechte Auslastung ihrer Flieger im innerdeutschen Reiseverkehr und den Konkurrenten Lufthansa mit seiner Billigfluglinie Germanwings. Die Anpassung sei notwendig, um die wirtschaftliche Situation der dba zu verbessern.

Nach Aussagen der Fluglinie droht bei anhaltend schlechtem Geschäft möglicherweise auch Arbeitsplatzabbau. "Sollte die Nachfrage im Reiseverkehr nicht anziehen, wären bei länger anhaltender Kapazitätsreduzierung eventuell Arbeitsplätze gefährdet", teilte dba-Geschäftsführer Martin Wyatt mit. Unternehmenssprecherin Antje Urban ergänzte: "Wenn bis Ende Februar die Nachfrage nicht anzieht könnte es im April gegebenenfalls zu weiteren Streichungen kommen." Parallel arbeite die dba daran, das im April 2001 begonnene Kosteneinsparungsprogramm weiter voran zu treiben.

Die Deutsche BA hatte auf den Einstieg der Lufthansa mit ihrer Billigfluglinie Germanwings bereits mit drastischen Preissenkungen reagiert. Für das Unternehmen geht es um die Übernahme durch die britische Billigfluglinie Easyjet. Diese hat angekündigt, eine Kaufoption nur anzunehmen, wenn die Deutsche BA ihre Kosten in den Griff bekomme. Die Kaufoption von Easyjet für die Deutsche BA läuft Mitte 2003 aus. Die aktuelle Kapazitätsverkleinerung hänge aber nicht mit der Übernahme von Easyjet zusammen, sagte Sprecherin Urban.

Die Branche geht üblicherweise davon aus, dass die Kosten bei einem Billigflieger um die Hälfte unter denen der großen nationalen Linien liegen.

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