Möllemann-Affäre
Kommentar: Schmerzhafter Aufprall bei der Hessen-Wahl

DÜSSELDORF. Der Rücktritt Möllemanns reicht den FDP-Granden nicht aus. Sie erklären den früheren Partei-Vize zur "persona non grata".

Der massive Druck kommt nicht von ungefähr: Möllemann, so hat er in seinem Rücktrittsschreiben durchblicken lassen, will weiter den notorischen Quertreiber spielen. Die FDP muss eine quälende Auseinandersetzung über illegale Parteispenden befürchten, wie sie einst die Union in der Kohl-Affäre durchlitten hat.

Ein schmerzhafter Absturz aus den 18-Prozent-Träumen, der mit dem enttäuschenden Ergebnis bei der Bundestags-Wahl seinen Anfang nahm, wäre die Folge. Der Aufprall könnte schon bei der Hessen-Wahl im Februar kommen. Hier ist die FDP vor vier Jahren nur knapp über die Fünf-Prozent-Hürde gesprungen. Wenn die Parteispenden an Möllemann nicht schnell aufgeklärt sind, muss die Partei um den Wiedereinzug in den Landtag zittern.

Ein Sieg von Rot-Grün in Hessen würde das bürgerliche Lager in Deutschland nachhaltig schwächen. Eine nach links gerückte SPD könnte ihre Macht weiter befestigen. Die Bewältigung der Affäre Möllemann hat Bedeutung über die FDP hinaus.

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