Möllers Abgang birgt Konfliktstoff
Nur noch ein überflüssiges Element

Eintracht Frankfurts Spieler Andreas Möller löst seinen Vertrag in Frankfurt auf, Trainer Reimann hatte kaum mehr Verwendung für ihn.

Als Heribert Bruchhagen die Treppe im Container herunterschritt und den Menschenauflauf bemerkte, sagte der Vorstandsboss ein wenig erschrocken: "So etwas gibt es nur bei Eintracht Frankfurt." Und nur wegen Andreas Möller, hätte er noch anfügen können. 90 Minuten lang hatten Bruchhagen, Möller und Trainer Willi Reimann in einem kleinen Büro getagt, um zu beschließen, was sich längst angedeutet hatte: Möller mag nicht mehr. Sein bis zum Saisonende datierter Vertrag wird aufgelöst. "So war die Situation nicht mehr tragbar. Ich möchte keine Belastung sein. Es hat in mir schon längere Zeit gegärt", sagte Möller.

Der Auftritt zum Abgang bei dem Club, dessen Trikot er schon von 1985 bis 1988 und von 1990 bis 1992 trug, war nicht frei von tragischen Zügen. Seit Dienstag ist der Aufsteiger, der elf Punkte aus fünf Rückrundenspielen geholt hat und wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt hegt, seines namhaftesten Spielers verlustig. Weil es keinen Ausweg mehr gab, weil Reimann ihm keinen Platz im Team mehr geben konnte, weil der 36-Jährige selbst spürte, dass er ein überflüssiges Element geworden ist - zuletzt mit Kurzeinsätzen abgespeist.

Mit dem wortkargen Reimann kam er nicht mehr klar. "Vielleicht hat man es versäumt, den Dialog zu suchen", räumte Möller ein. In der Mannschaft hingegen war er beliebt, weil er selten den Star spielte, viel mit den Spielern sprach. Als "tadellos" preist Christoph Preuß das Verhalten des Kollegen.

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