MoMA in Manhattan wird umgebaut
New Yorker MoMA wieder geöffnet

Mit einem von Künstlern entworfenen Feuerwerk, Galas und Straßenfesten feiert New York an diesem Wochenende die Wiedereröffnung seines Museums für Moderne Kunst - im Stadtbezirk Queens.

dpa NEW YORK. Dort stellt das nach dem neuen Standort umbenannte MoMAQNS (MoMA Queens) seine Picassos, van Goghs, Matisses und anderen Künstler der Moderne bis 2005 in einem leuchtend blau gestrichenen, ehemaligen Fabrikgebäude aus.

Derweil wird das altvertraute MoMA im Herzen Manhattans gründlich umgebaut und kann erst im Frühjahr 2005 in neuer Gestalt wieder Besucher empfangen. Die Ausstellungsfläche der weltweit größten Sammlung moderner Kunst soll im Rahmen der Ausbauten um die Hälfte auf 58 500 Quadratmeter erweitert werden.

Die Galerien des Manhattaner Stammhauses sollen außerdem heller, schöner und besser klimatisiert sein. An der Ostseite kommt ein neues Studien- und Forschungszentrum hinzu. Zugleich wird das Hauptgebäude, das 1939 nach Entwürfen von Edward Durell Stone errichtet und seitdem drei Mal erweitert wurde, völlig neu gestaltet. Erweitert wird auch der Skulpturengarten im Hinterhof.

Den Weg vom eleganten, aber inzwischen viel zu engen Glaskasten in Manhattan zum neuen Standort in Queens will das Museum, wie es am Freitag ankündigte, auch mit seinem Feuerwerk aufzeigen. Es soll die beiden Orte durch einen Regenbogen von Feuerwerkskörpern verbinden. Ähnlich symbolträchtig hatte das MoMA etliche seiner Kunstschätze - zu Bannern und Plakaten vergrößert - bereits in einer Prozession über den East River getragen, der zwischen den beiden Stadtbezirken liegt.

Auch im MoMAQNS werden nur Highlights der 100 000 Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Drucke, Fotografien und 14 000 Filme der weltberühmten Institution zu sehen sein. Im Jahr 2004 kommen einige der bekanntesten Werke aus ihren Beständen für sechs Monate nach Berlin, wo sie in der Neuen Nationalgalerie ausgestellt werden.

In der Zwischenzeit hofft das Museum, wenigstens 1 000 bis 2 000 Besucher am Tag an den neuen, etwas abseits gelegenen Standort zu locken. Dafür bietet es Touristen, die öffentliche Verkehrsmittel scheuen, an Wochenenden einen kostenlosen Bus-Service vom alten Sitz an der 53. Straße in Manhattan zum neuen an der 33. Straße in Queens. Dennoch fürchtet das MoMA, in den kommenden drei Jahren etwa jeden zweiten Besucher zu verlieren. Bis zum Pfingstwochenende hatte es noch täglich 3 000 bis 4 000 Kunstfreunde empfangen.

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