Monatliche Merrill-Lynch-Umfrage unter Fondsmanagern
Skepsis gegenüber US-Anlagen steigt

Die Aussichten für die internationalen Aktienmärkte haben sich nach Meinung der Fondsmanager zwar stabilisiert. Gleichzeitig zeigen die Vermögensverwalter aber zunehmende Skepsis gegenüber US-Aktien und dem Dollar.

ina FRANKFURT/M. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der jüngsten Merrill-Lynch-Umfrage. Die Finanzexperten hatten vom 2.-9. Mai 293 internationale Vermögensverwalter mit einem betreuten Volumen von 727 Mrd $ befragt.

Die Fondsmanager werden bei ihrer Einschätzung der US-Unternehmensgewinne, der Verlässlichkeit bzw. Qualität dieser Ertragsangaben sowie der US-Aktienbewertung immer skeptischer. In der Einschätzung der Asset Manager ist der Dollar die unattraktivste Währung.

Unter Branchengesichtspunkten haben viele der Befragten die Bereiche Telekommunikation und Technologie untergewichtet. Hohe Übergewichtungen bestehen jetzt in den Segmenten Industrie, Basismaterialien, konjunktursensible Dienstleister und Finanzen. Am stärksten legte der Finanzbereich in der Einschätzung der verschiedenen Branchen zu. Die Asset Manager sind in ihren Zinserwartungen nicht mehr ganz so negativ eingestellt wie noch vor einem Monat.

Die Merrill-Strategen nennen ergänzend auch jene Ergebnisse, die angesichts einer besonders starken Mehrheitsmeinung herausragen.

In diesen Fällen könnte es attraktiv sein, eine gegensätzliche Haltung einzunehmen. Hintergrund der Idee: Wenn viele Marktteilnehmer beispielsweise positiv für eine Aktie gestimmt sind, fehlt es an Skeptikern, die bei möglicher Änderung ihrer Meinung als Käufer auftreten und damit den Kurs weiter nach oben treiben können.

Auf diese Liste gehört die extrem negative Meinung zum Dollar bzw. im Gegenzug die starke Favorisierung des Euro. Darüber hinaus fällt die besonders skeptische Haltung gegenüber den Telekommunikationsaktien ins Auge. Ein dritter Punkt ist die auffällige Übergewichtung der Schwellenbörsen.

Quelle: Handelsblatt

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