Monatsaktionen wirken auf die Statistik
Preise fürs Telefonieren steigen wieder

Seit Mai steigen die Preise fürs Telefonieren wieder: Doch sind dafür weniger Preiserhöhungen auf breiter Front als vielmehr ausgelaufene Sonderangebote verantwortlich, hat das Statistische Bundesamt festgestellt.

HB WIESBADEN. Wie Andreas Martin vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden erläuterte, werden bei der Berechnung der Telefonpreisentwicklung für die privaten Verbraucher die fünf größten Telefonanbieter in Deutschland berücksichtigt. Bestimmte Aktionsangebote gelten dann zum Beispiel nur einen Monat. Wenn diese ausgelaufen seien, erhöhe sich rechnerisch im folgenden Monat der Telefonpreisindex. Weiteren Einfluss hätten auch Preisänderungen im Ausland.

Nach Angaben des Statistische Bundesamtes stiegen die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent. Im Juni und Mai hatte die Jahresveränderungsrate jeweils plus 0,6 Prozent betragen. Teuer wurden vor allem Ferngespräche sowie Anschluss- und Grundgebühren im Festnetz. Die Preise für Gespräche übers Handy sanken dagegen weiter. Der Preisindex für Telefondienstleistungen im Festnetz lag im Juli um 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Anschluss- und Grundgebühren erhöhten sich um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Inlandsferngespräche und Auslandsgespräche waren um 0,9 Prozent beziehungsweise 1,6 Prozent teurer. Dagegen fielen die Preise für Ortsgespräche im Vorjahresvergleich um 2,7 Prozent. Das Mobiltelefonieren war im Juli um 1,9 Prozent billiger als vor einem Jahr.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post wies darauf hin, dass Ferngespräche seit Beginn der Liberalisierung auf dem Telefonmarkt im Jahr 1998 um 95 bis 98 Prozent billiger geworden seien. "Wir reden von den 2 Prozent, die als Rest geblieben sind", sagte ein Sprecher. Die Deutsche Telekom als nach wie vor größter deutscher Anbieter wies darauf hin, dass sie mit Ausnahme der Anhebung der Grundgebühr um 65 Cent zum 1. Mai in letzter Zeit keine Preise angehoben habe. Zum 1. September würden allerdings die für manche Länder noch geltenden Kurztakte abgeschafft und durch einen Minutentakt ersetzt. Bei sehr kurzen Auslandsgesprächen könne das in der Praxis eine Preiserhöhung bedeuten, obwohl die Minutenpreise insgesamt sinken sollten, sagte ein Sprecher.

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