Monatsbericht
EZB hält Leitzinsniveau weiter für angemessen

Das Leitzinsniveau in der Euro-Zone ist nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) weiterhin angemessen, um mittelfristig Preisstabilität zu gewährleisten. Zugleich sei im zweiten Quartal dieses Jahres vor allem im Verarbeitenden Gewerbe ein weiterhin mäßigeres Wachstum zu erwarten, heißt es in dem am Donnerstag in Frankfurt vorgelegten EZB-Monatsbericht Juli.

Reuters FRANKFURT. Doch dank günstiger Finanzierungsbedingungen und insgesamt solider Fundamentaldaten dürfte sich die Inlandsnachfrage im Jahresverlauf allmählich erholen. Für 2001 und 2002 sei weiter ein Wirtschaftswachstum von 2,0 bis 2,5 % möglich. Die jüngsten Erzeugerpreise könnten nachlassenden Inflationsdruck signalisieren, stellen die EZB-Volkswirte fest und mahnen zugleich Lohnzurückhaltung an.

Die Aussagen im EZB-Bericht entsprechen weitgehend den Äußerungen von EZB-Chef Wim Duisenberg nach der Ratssitzung vom 5. Juli, als die Notenbank die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert gelassen hatte. Seit der überraschenden Senkung um 25 Basispunkte am 10. Mai liegt der Schlüsselzins in der Euro-Zone bei 4,50 %. Die Beschlüsse des EZB-Rats auf ihren vergangenen zwei Sitzungen Ende Juni und Anfang Juli spiegelten die Einschätzung wider, "dass der geldpolitische Kurs angemessen ist, um die Preisstabilität auf mittlere Sicht zu gewährleisten." Die EZB bekräftigte zudem, dass sie vor allem durch die Inflationsbekämpfung das Wachstum fördere. "Die Aufrechterhaltung der günstigen Aussichten zur Gewährleistung der Preisstabilität ist der beste Beitrag, den die Geldpolitik leisten kann, um ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern", heißt es in dem Bericht.

Die Inflation in der Euro-Zone werde im Jahresverlauf voraussichtlich ebenfalls sinken und 2002 unter die EZB-Toleranzgrenze von 2,0 % fallen.

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