Monatsbericht
Japan erholt sich in kleinen Schritten

Die Unternehmensgewinne und die Kapitalinvestitionen im öffentlichen Sektor wachsen, schreibt die Bank von Japan in ihrem Bericht zur Wirtschaftslage.

dpa-afx TOKIO. Die japanische Notenbank Bank of Japan (BoJ) sieht die japanische Wirtschaft weiterhin auf Erholungskurs. "Japans Wirtschaft bessert sich spürbar. Die Unternehmensgewinne und die Kapitalinvestitionen im öffentlichen Sektor wachsen weiter", meldete die Bank in ihrem am Dienstag in Tokio veröffentlichten August-Bericht zur Wirtschaftslage. Die Währungshüter bestätigten damit ihr Statement vom Vormonat.

Die BoJ begründete ihre Untersuchungen unter anderem mit den jüngst stark angestiegenen Auftragseingängen. Die Berechnungen des Wirtschaftsplanungsinstitu ts hätten gezeigt, dass die Auftragseingänge auch im dritten Quartal noch einmal um 10% zulegen werden. Damit wäre das höchste Niveau seit zehn Jahren erreicht.

Die Währungshüter verwiesen auch auf die verbesserte Situation auf dem Arbeitsmarkt. Löhne und Gehälter seien gestiegen und neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Langfristig würden dadurch die privaten Einkommen erhöht und der Konsum gestärkt. Vorerst werde dieser Anstieg aber wegen der anhaltenden Strukturreformen noch etwas gebremst.

Die Preise bleiben der Bank zufolge stabil. Zwar gebe es einen Aufwärtseffekt durch den gestiegenen Ölpreis, dieser werde aber durch den schwachen Yen abgefedert.



Geldpolitik kann sich ohne besondere Umstände ändern

Die die Bank of Japan am Dienstag weiter mitteilte, wird sie ihre Geldpolitik künftig auch ohne das Vorliegen besonderer Umstände ändern. Das sagte BoJ-Gouverneur Masaru Havami in Tokio. Vor der Beendigung der lang andauernden Nullzinspolitik am vergangenen Freitag hatte die Zentralbank betont, sie werde ihr Geldpolitik nur bei nachlassendem Deflationsrisiko ändern. Diese Formel sei eingeführt worden, um bis zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Vertrauen in eine stabile Geldpolitik zu schaffen, sagte Havami. Welche Bedingungen zu einer weiteren Zinserhöhung führen würden, diese Frage könne die BoJ noch nicht beantworten, sagte Havami.



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