Monitor-Braille
Bilder werden für Blinde ertastbar

Monitorinhalte für nicht Sehende greifbar zu machen, verlangt mehrere Umwandlungsschritte und aufwendige Software.

 

WUPPERTAL. Der von Professor Jürgen Schlingensiepen von der Bergischen Universität entwickelte Blindenmonitor TIM ("Taktiler Interaktions Monitor"), ist von der Computerzeitschrift CHIP zum CeBIT-Highlight des Jahres im Bereich Innovation erklärt worden. Der Ingenieurwissenschaftler: "Die Ehre kam für uns völlig überraschend, weil wir uns - im Gegensatz zu mehreren hundert anderen Ausstellern - gar nicht darum beworben hatten, sondern von der CHIP-Redaktion nominiert wurden."

TIM wurde in Kooperation mit der Wuppertaler Firma ABTIM erdacht und gebaut. Bildhafte Informationen und Texte werden erstmalig ertastbar. Demonstriert wurde in Hannover, wie vor die Kamera gehaltene Objekte und Grafiken live als tastbare Bilder auf den Video TIM übertragen werden. Dieses in Echtzeit arbeitende Display beinhaltet 256 aufrecht stehende Taststifte, die durch ein vier mal vier Zentimeter großes Lochraster gehoben oder gesenkt werden.

Um Inhalte auf dem TIM-Display ertastbar zu machen, müssen sie vorher durch elektronische Bildverarbeitung vereinfacht werden. Farbige Darstellungen werden zum Beispiel auf schwarz/weiß reduziert. Bestimmte Informationen bewirken ein Vibrieren einzelnen Nadelgruppen im "Tastdisplay".

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