Monopolkommission rät zur Gelassenheit
"Eon-Ruhrgas-Fusion rechtfertigt Ministererlaubnis nicht"

Im Bundeswirtschaftsministerium hat am Mittwochmorgen die Anhörung zur geplanten Übernahme der Essener Ruhrgas durch den Düsseldorfer Energiekonzern Eon begonnen.

dpa BERLIN. Das Ministerium will auf dieser Basis Anfang Juli entscheiden, ob es dem Antrag auf Genehmigung der Fusion stattgeben wird oder nicht. Zuvor hatten sich aus Wettbewerbsgründen bereits das Bundeskartellamt und die Monopolkommission gegen die Verschmelzung ausgesprochen.

Der Präsident der Kommission, Martin Hellwig, bekräftigte im DeutschlandRadio Berlin diesen Beschluss und riet zur Gelassenheit. Er glaube nicht, dass ein Unternehmen wie Eon seine Investitionsstrategie davon abhängig mache, ob die Bundesregierung in einer Entscheidung seinen Wünschen folge oder nicht, sagte Hellwig. Die Drohung des Konzerns, bei Ablehnung der Fusion verstärkt im Ausland zu investieren, könne daher nur gelassen aufgenommen werden. Im Falle einer Fusion werde es keine Vorteile für das Gemeinwohl geben, die eine "Ministererlaubnis" rechtfertigten.

Kartellrechtlich ist der Bundeswirtschaftsminister die höchste Instanz für Zusammenschlüsse. Der Energiekonzern Eon wirbt mit Versorgungssicherheit und Arbeitsplätzen für die geplante Mehrheitsbeteiligung an der Ruhrgas.

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