Monopolvorwurf zurückgewiesen
Microsoft will weiter Software und Betriebssystem verbinden

Der Software-Konzern Microsoft will nach den Worten seines Deutschland-Chefs Kurt Sibold trotz Vorwürfen der Wettbewerbshüter in den USA und Europa auch weiterhin Software und Betriebssysteme verbinden.

Reuters FRANKFURT. "Im Internet-Zeitalter wollen die Kunden ein System, das durch die Integration einzelner Komponenten alle ihre Bedürfnisse erfüllt", sagte Sibold der Tageszeitung "Die Welt". Diesen Anspruch wolle das Unternehmen trotz der kartellrechtlichen Untersuchungen realisieren. Ein Monopolvorwurf lasse sich aus dem Anspruch nicht ableiten.

"Ein Monopolvorwurf muss sich doch daran orientieren, dass die sehr dominante Stellung eines Unternehmens in einem Markt zum Nachteil des Kunden ist. Etwa beim Preis", sagte Sibold weiter. Setze man jedoch Preis und Leistungsfähigkeit etwa des Produktes Windows XP in Vergleich mit früheren Betriebssystemen, dann sei der Vorwurf, der Preis sei monopolistisch, nicht haltbar. Auch im Sinne der technischen Weiterentwicklung sei es nicht richtig, Innovationen aus Furcht vor Kartellvorwürfen zu bremsen oder anzuhalten: "Wenn der Kunde Integration möchte, dann soll er sie haben", sagte Sibold.

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