Montag Feiertag in Japan
Tokios Börsianer blicken in die USA

Nach einer ruhigen, von Feiertagen gespickten Woche kehren Tokios Aktienhändler erst am Dienstag wieder auf das Parkett zurück. Auftrieb geben könnten den Indizes in dieser Woche die Bilanzzahlen einiger Unternehmen für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr samt der Prognosen.

HB - TOKIO. Bei Japans größtem Kosmetik-Hersteller Shiseido und dem Mobilfunk-Anbieter NTT DoCoMo wird nach entsprechenden Andeutungen des Managements damit gerechnet, dass beide Unternehmen die Ergebniserwartungen am Mittwoch übertreffen. Auch der Elektronikanbieter TDK könnte seinem Börsenkurs mit dem Ausblick, in diesem Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurückzukehren, weiteren Schwung geben. Beim Chiphersteller Rohm sorgt das wieder anziehende Halbleitergeschäft für positivere Erwartungen.

Am Mittwoch und Freitag werden Wirtschaftsindikatoren wie durchschnittliche Haushaltsausgaben, Großhandelspreise und die Summe der ausstehenden Bankkredite veröffentlicht. Zum Wochenanfang jedoch geht der Blick der Börsianer in die USA. Ob die US-Notenbanker am Dienstag etwas zum Ausmaß des heimischen Konjunkturaufschwungs sagen werden? Exportorientierte Werte wie Fuji Photo Film, Nikon oder Japans Autohersteller sind davon stark abhängig. Zweifel an der Stärke und Geschwindigkeit des Aufschwungs setzen ihre Kurse unter Druck.

Zudem könnte der Yen-Kurs zum Dollar die Indizes in Tokio in der kommenden Woche belasten. "Die Investoren glauben fest, dass die USA auf dem Erholungspfad sind, aber die Stärke des Yen, die wir in jüngster Zeit sehen, beunruhigt uns ein wenig", sagt Yoshinobu Muraoka von DL-IBJ Asset Management. Steigt der Yen zum Dollar, sind die Erlöse aus den US-Exporten in Yen weniger wert, was sich deutlich in den Bilanzen bemerkbar macht. Innenpolitische Probleme der Regierungspartei LDP wegen Korruptionsskandalen belasten den Markt laut Finanzexperten kaum.

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