Montag Rede an die Nation
Bush: "Saddam ist eine echte Bedrohung"

US-Präsident George W. Bush hat am Freitag den irakischen Präsidenten Saddam Hussein als eine "echte Bedrohung" für die USA bezeichnet.

Reuters WASHINGTON. Bei einer Spendensammlung für den Gouverneurs-Kandidaten der Republikaner im US-Bundesstaat Massachussetts sagte Bush, Bedrohungen müsse man ins Auge fassen, sobald man sie sehe, und dann gegen sie vorgehen. Saddam Hussein sei ein Mann, der bereits Massenvernichtungswaffen eingesetzt habe. "Das ist ein Mann, von dem ich stark annehme, dass er glaubt, Terroristen-Netzwerke benutzen zu können, um seine eigenen Ziele voran zu bringen", sagte Bush.

Bush will nach Angaben des Präsidialamts am Montag in seiner Rede an die Nation begründen, weshalb die US-Regierung in den angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak eine Bedrohung nicht nur für die USA, sondern für die gesamte Menschheit sieht und deshalb darauf vorbereitet ist, gegen Irak in einen Krieg einzutreten. "Einige Leute werden fragen, schließlich gebe es doch auch eine Menge Halunken anderswo auf der Welt, warum ist dieser anders? Der Präsident wird diese Frage beantworten", hieß es im Vorgriff auf die Bush-Rede in Washington weiter.

Bushs Sprecher Ari Fleischer sagte am Freitag im Blick auf die Fernsehrede Bushs am Montag, Bush werde "die legitimen Fragen" ansprechen, welche Mittel zum Schutz der USA vor der Bedrohung durch Saddam angewendet werden müssten. Von der Diskussion über die entsprechenden Fragen werde nicht nur die Nation in diesem für sie wichtigen Augenblick, sondern auch der Kongress profitieren, fügte Fleischer hinzu. Im US-Senat hatte zuvor die Debatte über die Irak-Politik begonnen, die nach dem Wunsch der Regierung bereits kommende Woche in eine Resolution münden soll, die einen US-Angriff auf Irak legalisieren soll.

Für seine Rede, die den Angaben zufolge rund 20 Minuten dauern soll, hat sich Bush Cincinnati im Mittleren Westen als Vortragsort ausgesucht.

Die US-Regierung hat klar gemacht, dass sie nicht nur die Offenlegung aller möglicherweise im Irak noch vorhandenen Massenvernichtungswaffen-Programme verlangt, sondern zugleich eine Ablösung der Regierung von Saddam Hussein.

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