Mordanschlag verurteilt
Israelische Panzer dringen in Gazastreifen vor

Israelische Soldaten sind am Montag im südlichen Gazastreifen wieder vorübergehend mit Panzern auf palästinensisch kontrolliertes Gebiet vorgedrungen. Nach palästinensischen Angaben zerstörten sie im Bereich der Ortschaft Rafah mehrere Gebäude.

dpa GAZA. Bei Feuergefechten der Soldaten mit Palästinensern wurden zwei Einwohner der Stadt im Grenzgebiet zu Ägypten verletzt.

Der israelische Rundfunk meldete, Ziel des Vorgehens sei es ebenfalls gewesen, Verbindungstunnel zwischen Rafah und der ägyptischen Seite der Grenze zu finden. Militante Palästinenser benutzen solche Tunnel zum Waffenschmuggel. Am Samstag waren drei Palästinenser beim Einsturz eines solchen unterirdischen Gangs getötet worden. Nach israelischen Angaben stürzte der Tunnel von alleine ein, während palästinensische Augenzeugen berichteten, israelische Bulldozer hätten ihn zugeschüttet.

In der Nacht zum Montag waren israelische Truppen aus Kalkilia abgezogen. Palästinensische Polizei übernahm die Kontrolle in den geräumten Gebieten innerhalb der palästinensischen Stadt im nördlichen Westjordanland. Kalkilia blieb jedoch auch nach dem Abzug unter Blockade, israelische Soldaten kontrollierten ausfahrende Fahrzeuge.

Die israelische Führung hatte den Abzug trotz eines neuen Anschlags genehmigt, bei dem am Sonntagabend in Jerusalem zwei israelische Teenager getötet und 46 weitere verletzt worden waren. Wie Außenminister Schimon Peres mitteilte, soll der Abzug auch aus den anderen Palästinenserstädten weitergehen, wenn es dort ruhig bleibt. Die israelische Armee hält im Westjordanland noch die Städte Dschenin, Tulkarem, Ramallah und Nablus umstellt.

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