Morientes mit zwei Toren
Spanien im Achtelfinale

Dank Goalgetter Fernando Morientes ist Spanien als erste Mannschaft in das Achtelfinale der 17. Fußball- Weltmeisterschaft eingezogen. Nach der frühen Führung Paraguays durch ein Eigentor dominierten die Spanier die Partie mehr und mehr. Paraguay hat jetzt im letzten Vorrundenspiel gegen Slowenien nur noch eine theoretische Chance.

dpa JEONJU. Dank Fernando Morientes ist Spanien als erste Mannschaft in das Achtelfinale der 17. Fußball- Weltmeisterschaft eingezogen. Der 26 Jahre alte Stürmer von Real Madrid steuerte am Freitag in Jeonju beim am Ende verdienten 3:1 (0:1) gegen Paraguay zwei Treffer bei und brachte sein Team auf die Siegerstraße.

Morientes, der erst zur zweiten Halbzeit von Trainer Jose Antonio Camacho ins Spiel gebracht wurde, traf in der 53. und 69. Minute. Kapitän Fernando Hierro (83.) machte den Erfolg per Foulelfmeter perfekt. Ein Eigentor durch Carles Puyol (10.) hatte die Spanier ins Hintertreffen gebracht. Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel in der Gruppe B ist ihnen der Einzug in die nächste Runde nicht mehr zu nehmen. Die Paraguayer haben im letzten Vorrundenspiel gegen Slowenien nur noch eine theoretische Chance.

Spaniens Trainer Camacho vertraute der Anfangsformation vom 3:1- Auftaktsieg gegen Slowenien. Sein Kollege Cesare Maldini baute hingegen seine Mannschaft auf vier Positionen um. Wichtigste Änderung war die Rückkehr des exzentrischen Torhüters Jose Luis Chilavert, der in der Begegnung gegen Südafrika wegen einer Sperre fehlte.

Die Spanier wirkten in der Anfangsphase behäbig. Die Paraguayer waren wesentlich aktiver. Ihre Mühen wurden schnell belohnt: In der zehnten Minute faustete Spanien Torwart Iker Casillas einen Schuss von Francisco Arce zu Puyol, von dessen Bein der Ball ins Tor sprang. Es war das erste Eigentor der Spanier in der WM-Geschichte. Nach dem Treffer versuchten die Spanier, das Spiel in den Griff zu bekommen, und dominierten mehr und mehr. Doch Paraguays Deckung hielt den spanischen Sturm mit Raul und Diego Tristan zunächst in Schach.

Trainer Camacho reagierte in der Pause und brachte für den unglücklich agierenden Tristan Real-Angreifer Morientes. Die Maßnahme zahlte sich schnell aus: Nach einem Eckball von Javier de Pedro erzielte Morientes (53.) den Ausgleich. 16 Minuten später war er erneut nach Vorarbeit von de Pedro zur Stelle. Bei dem Treffer machte Paraguays Keeper Chilavert eine schlechte Figur. Nachdem Raul im Strafraum der Südamerikaner umgestoßen wurde, ließ sich Hierro die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher zu seinem zweiten Tor in dem Turnier.

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