Morningstar-Umfrage unter europäischen Investmentgesellschaften
Spezialfonds sollen Appetit der Anleger wecken

Investmentgesellschaften werden spezielle Fonds auflegen müssen, wenn ihre Produkte bei den Anlegern auf Kaufinteresse stoßen sollen. Die besten Chancen an den Aktienbörsen bieten sich ihrer Meinung nach bei Wachstums- und Nebenwerten.

HB/ina FRANKFURT/M. Das geht aus der monatlichen Morningstar-Umfrage hervor, deren Ergebnisse zuerst im Handelsblatt veröffentlicht werden. Die Europazentrale der Fondsresearchfirma Morningstar in Stockholm wertete die Angaben von 59 Investmentgesellschaften aus neun europäischen Ländern aus (verwaltetes Vermögen rund 3 500 Mrd.). Durchgeführt wurde die Umfrage vom 12.-22. März.

Die Investmentgesellschaften glauben aus Absatzüberlegungen heraus insbesondere Dachfonds, Garantiefonds und Hedge-Fonds anbieten zu müssen. 70 % der befragten Vermögensverwalter sind der Meinung, dass diese Produktgruppen die Auflagepolitik in den kommenden 12 Monaten dominieren werden. Nur 30 % der Gesellschaften sehen andere Fondsgruppen, d.h. Produkte ohne einen derart speziellen Zuschnitt, an erster Stelle.

Darüber hinaus steigt das Vertrauen in Wachstumswerte. 47 % der Gesellschaften sehen hier die größten Ertragschancen. In der Vormonatsumfrage waren es nur 40 %. Gleichzeitig glauben 42 % der Befragten an eine Überlegenheit der Nebenwerte gegenüber Standardtiteln im genannten Zeitraum.

Generell blicken die Strategen optimistisch in die Börsenzukunft. Laut 92 % der Gesellschaften werden Aktienfonds in den nächsten 12 Monaten die höchsten Erträge abwerfen; nur 8 % sehen gemischte Fonds ganz vorne. Über die Hälfte der Befragten rechnen im genannten Zeitraum mit Aktienkurszuwächsen von mehr als 10 %. Auch bei den Anlegern, die in der jüngeren Vergangenheit vor allem Geldmarktfonds und andere wertstabile Produkte erwarben, dürfte die Stimmung steigen. Es wird wieder mit verstärkten Engagements in Aktienfonds gerechnet.

Die große Mehrheit der Vermögensverwalter erwarten außerdem eine verstärkte Konsolidierung in der Fondsbranche. Morningstar-Analysten registrieren eine zunehmende Polarisierung des Marktes zwischen kleinen und großen Gesellschaften. Bis zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Fondsmarktes dürften allerdings Investmentgesellschaften aller Größenordnungen überleben, so die Vermutung.

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