Morphosys im Plus
Strenge Auslese bleibt am Neuen Markt angesagt

Die gnadenlose Selektion am Neuen Markt hält an. Doch obwohl am Dienstag zahlreiche Unternehmen wie Parsytec, Carrier 1 und Fortunecity für schlechte Quartalszahlen hart abgestraft wurden, hielten sich die Kursbarometer bis zum Handelsschluss im Plus.

FRANKFURT/M. Der Nemax stieg um 1,5 % auf 1 185 Punkte. Der Auswahlindex Nemax 50 kletterte sogar um 2,4 % auf 1 153 Zähler. Getragen wurde die positive Entwicklung vor allem von den Biotechnologiewerten, die im Schnitt um über 3 % zulegen konnten. Darunter stach der Einzelwert Morphosys hervor, der nach der Vorlage überraschend guter Zahlen um rund 16 % auf 35,50 Euro zulegte.

Die Aktien des Nürnberger Discountbrokers Consors gingen ebenfalls fester aus dem Handel. Das Unternehmen rechnet wegen der anhaltenden Flaute an den Börsen in diesem Geschäftsjahr mit Verlusten. Da der Fehlbetrag im Halbjahr aber geringer ausfiel als befürchtet, kauften einige Anleger wieder ein: Der Kurs stieg um 1,6 % auf 14,99 Euro. Heute wird die Konkurrenz über den bisherigen Geschäftsverlauf berichten. Von Consors offenbar ermutigt, stiegen die Anleger aber schon gestern bei der Commerzbank-Tochter Comdirect ein: Die Aktie kletterte um 3,5 % auf 8,69 Euro. Die Papiere der Direkt Anlage Bank als Dritte im Bunde notierten ebenfalls im Plus. Sie legten um 1,4 % auf 14,60 Euro zu.

Von der Nürnberger Multimediaagentur WWL Internet erhofften sich die Anleger offenbar auch Gutes. Die Aktien des Unternehmens, das heute über den Verlauf des zweite Quartals berichten will, kletterten bis zum Sitzungsende um 9,7 % auf 1,86 Euro. Möglicherweise spekulierten manche aber auch darauf, dass es Neuigkeiten über den geplanten Teilerwerb des in die Pleite geschlitterten Konkurrenten Kabel New Media geben wird. Bislang geben sich die Verhandlungspartner noch bedeckt, doch auch die Kabel-Aktie verteuerte sich um 4 % auf 0,28 Euro.

Auch andere Penny Stocks fielen durch hohe Kursschwankungen ins Auge. So legten die Papiere von Infomatec um knapp 12 % auf 0,19 Euro zu, Cybernet krachten um 11 % auf 0,74 Euro ein. Die Papiere der österreichischen Internetagentur Blue C verteuerten sich dagegen um 12,5 % auf 0,36 Euro, ohne dass es irgendeine nachrichtliche Begründung für den Kursanstieg gegeben hätte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%