Moskau und Teheran vereinbaren Waffenlieferungen
Iran nennt Bedingung für Unterstützung im Kampf gegen Terror

Iran hat seine Unterstützung für Angriffe auf Afghanistan unter der Voraussetzung zugesagt, dass die gesamte internationale Gemeinschaft die Militäraktion mit trägt.

afp MOSKAU. Eine von den USA geführte Koalition sei nicht ausreichend, sagte der iranische Verteidigungsminister Ali Schamchani am Dienstag nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Iwanow in Moskau. Iran werde eine Militäraktion unterstützen, wenn sie "im Rahmen der internationalen Gemeinschaft und der Vereinten Nationen" ablaufe. Terrorismus könne jedoch nur in einer "gesunden Gesellschaft" bekämpft werden und nicht in einer Welt, die "unter der Kontrolle von Supermächten" stehe. Die größte "Terrorbasis der Welt" sei Israel, sagte Schamchani. Bislang hatte Iran jede Beteiligung an Angriffen gegen Afghanistan abgelehnt.

Moskau und Teheran unterzeichneten ein Abkommen über eine militärische Zusammenarbeit. Demnach erhält Iran aus Russland jährliche Waffenlieferungen im Wert von rund 300 Millionen Dollar (642 Millionen Mark/328 Millionen Euro). Die Vereinbarung sei bereits im März bei einem Besuch des iranischen Präsidenten Mohammed Chatami in Moskau getroffen worden, sagte Iwanow. Der Vertrag halte sich an internationales Recht, betonte der russiche Verteidigungsminister. Vor sechs Jahren hatten der damalige russische Ministerpräsident Viktor Tschernomyrdin und der US-Vizepräsident Al Gore die Einstellung von Waffenlieferungen nach Iran vereinbart. Moskau kündigte das Abkommen im November auf.

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