Moskau warnt vor Eskalation
Jugoslawien-Beratungen im Kreml

Die russische Führung ist am Montag überraschend im Kreml zu Sonderberatungen über die Lage in Jugoslawien zusammengekommen.

dpa MOSKAU. Kurz vor seinem Abflug zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in Indien erörterte Präsident Wladimir Putin mit Regierungschef Michail Kasjanow und Außenminister Igor Iwanow die Lage am Balkan, berichtete die Agentur Interfax. An den Gesprächen beteiligten sich auch der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Sergej Iwanow, und der Leiter der Kreml-Administration, Alexander Woloschin.

Putin hatte Belgrad am Samstag eine Vermittlung Moskaus in dem Wahlkonflikt angeboten. Dies war vom jugoslawischen Staatspräsidenten Slobodan Milosevic abgelehnt worden.

Das russische Außenministerium warnte unterdessen erneut vor einer Eskalation in Jugoslawien. Alle politischen Kräfte des Landes wurden zur Mäßigung aufgerufen, um Jugoslawien "nicht auf den Weg der Konfrontation" zu bringen. "Im Moment ist die Hauptsache, den bürgerlichen Frieden und die Stabilität im Lande zu bewahren und ein Abgleiten in die Konfrontation zu verhindern", sagte Alexander Jakowenko, Sprecher des russischen Außenministeriums.

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