Moskau will an ABM-Vertrag festhalten
Raketenabwehr: Russland stellt Einigung mit USA in Aussicht

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich in der umstrittenen Frage der US-Raketenabwehr zuversichtlich über eine einvernehmliche Lösung mit den Vereinigten Staaten gezeigt.

afp MOSKAU. Er erwarte, dass beide Länder eine "Lösung im Bereich der Angriffs- und Verteidigungssysteme" finden würden, sagte Putin am Montag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen bei einem Gespräch mit US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Russland lehnt den von den USA geplanten Raketenschild ab, da er gegen den ABM-Vertrag zur Begrenzung von Abwehrsystemen verstößt. Der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow bekräftigte hingegen nach einem Gespräch mit Rumsfeld, Moskau wolle am ABM-Vertrag festhalten.

Iwanow sagte weiter, auf dem ABM-Vertrag ruhe maßgeblich die "internationale Stabilität". Er könne nicht unabhängig von anderen Punkten diskutiert werden. Rumsfeld hatte vor dem Gespräch unterstrichen, der Vertrag von 1972 habe sich "überlebt".

US-Präsident George W. Bush und Putin hatten die Gespräche am Rande des G8-Gipfels in Genua vereinbart und beschlossen, sie mit Abrüstungsfragen zu verknüpfen. Die Visite der US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice vor drei Wochen in Moskau hatte jedoch keine erkennbaren Fortschritte gebracht. Es ist der erste Besuch Rumsfelds in Moskau seit seinem Amtsantritt.

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