Moskau will Tito zur ISS fliegen lassen
Streit um Touristen im All

dpa MOSKAU. Trotz amerikanischer Proteste hat eine russische Raumfahrtkommission den Flug des Weltraumtouristen Dennis Tito (60) zur Internationalen Raumstation ISS bewilligt. Der US-Multimillionär und Mäzen russischer Raumfahrtprojekte solle am 28. April als erster Privatmann an Bord eines "Sojus"-Raumschiffes zur ISS fliegen, teilte die Raumfahrtbehörde Rosawiakosmos am Mittwoch in Moskau mit. Legen die USA ihr Veto gegen Tito ein, wird der deutsche Astronaut Thomas Reiter als Ersatzmann für den Flug favorisiert.

Tito hatte den Russen 20 Mill. US-Dollar (44 Mill. DM) ursprünglich für einen Flug zu der im März versenkten russischen Raumstation Mir bezahlt. Die US-Weltraumbehörde NASA bezeichnet den Aufenthalt Titos auf der noch im Aufbau befindlichen Raumstation als Sicherheitsrisiko. Vor drei Wochen war es zum Eklat gekommen, als zwei russische Kosmonauten aus Solidarität mit Tito im NASA-Trainingscamp in Houston (Texas) für kurze Zeit streikten.

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