Moskauer Geiseldrama
Wer hat Kontakt zu Geiseln und Terroristen?

Im russischen Krisenstab verhandeln Spezialisten von Polizei und Geheimdienst mit den tschetschenischen Geiselnehmern über eine Freilassung der etwa 700 Geiseln in Moskau. Ihre Namen werden nicht genannt.

HB/dpa MOSKAU. Die öffentlich zugänglichen Informationen zur Lage kommen von mehreren Personen:

- Leonid Roschal: Der Kinderarzt und Leiter des Instituts für Katastrophenmedizin hat in Tschetschenien gearbeitet. Als Vertreter des Roten Kreuzes durfte er die Geiseln mehrfach untersuchen und Medikamente verteilen. In Gegenwart der Terroristen sagte er vor laufender Fernsehkamera, dass zwar viele Gefangene krank seien. Die Lage im Theater sei jedoch insgesamt ruhig. Roschal sollte am Freitag erneut über Hilfen für die Geiseln verhandeln.

- Josif Kobson: Der populäre Schlagersänger ("Russlands Frank Sinatra") ist zugleich Abgeordneter im Parlament. Außerdem werden ihm enge Verbindungen zur organisierten Kriminalität nachgesagt. Jeweils nach seinen Gesprächen mit den Rebellen wurden am Donnerstag und Freitagmorgen einige Geiseln freigelassen.

- Grigori Jawlinski: Der altgediente Liberale, einer der wenigen erklärten Gegner des Tschetschenien-Krieges in der russischen Politik, schaltete sich in der Nacht zum Freitag in die Verhandlungen mit den Geiselgangstern ein. Außerdem versuchten weitere liberale Politiker wie Irina Chakamada und Boris Nemzow sowie einige Moskau-treue Teschetschenen in Kontakt mit den Geiselnehmern zu treten.

- Sergej Ignatschenko: Über den stellvertretenden Pressesprecher des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB laufen die offiziellen Informationen aus dem Krisenstab in der Nähe des Theatergebäudes.

- Oleg Bespalow: Der Parlamentsabgeordnete aus der Ukraine verhandelt über einen nicht genannten Mittelsmann über die Freilassung der 23 ukrainischen Geiseln.

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