Moslemextremisten ermorden mindestens 16 Berufsschüler
Massaker in algerischer Berufsschule

afp ALGIER. In Algerien haben Moslemextremisten beim bisher schlimmsten Massaker unter Zivilisten seit Beginn des Ramadan mindestens 16 Berufsschüler ermordet. Nach Angaben von Anwohnern stürmten Kämpfer der Extremistenorganisation Bewaffnete Islamische Gruppe (GIA) in der Nacht zum Sonntag den Schlafsaal einer Berufsschule in Médéa und erschossen mindestens 16 Schüler sowie einen Betreuer. Andere Augenzeugen sprachen sogar von insgesamt 21 Opfern in dem Internat 80 Kilometer südlich von Algier. Die Jugendlichen waren zwischen 15 und 18 Jahre alt.

Erst Anfang vergangener Woche hatten Bewaffnete in einem Hinterhalt nach dem Ort Ksar el Buchari zehn Soldaten ermordet. Bei dem Zusammenstößen kamen auch sechs der moslemischen Angreifer ums Leben. Nach Zählungen algerischer Zeitungen wurden seit Beginn des moslemischen Fastenmonats Ramadan am 27. November bereits mehr als 120 Menschen ermordet. Die Moslemextremisten kämpfen gegen die Versöhnungspolitik von Präsident Abdelaziz Bouteflika. Seit Anfang des Bürgerkriegs im Jahre 1992 wurden in Algerien Schätzungen zufolge mindestens 100 000 Menschen getötet.

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