Motive in Frage gestellt
Israel lehnt Syriens Angebot zu Friedensgesprächen ab

Israel hat nach Angaben aus Regierungskreisen ein Angebot Syriens abgelehnt, die Friedensgespräche wieder aufzunehmen.

Reuters JERUSALEM. Nach einer sorgfältigen Prüfung des Angebots habe der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon die Motive Syriens in Frage gestellt, verlautete am Montag aus Scharons Büro. Das Angebot war einem Bericht der Zeitung "Maariv" zufolge vor dem Irak-Krieg bei geheimen Gesprächen in Jordanien zwischen israelischen Geschäftsleuten und dem Bruder des syrischen Präsidenten Baschar Assad unterbreitet worden. Das Angebot wurde erst jetzt bekannt.

Das Thema sei aufgeschoben worden, bis sich die Position Syriens nach dem Ende des Irak-Kriegs geklärt habe, verlautete aus Scharons Büro. Das von Mahar Assad vorgelegten Angebot habe vertrauensbildende Maßnahmen neben der Wiederaufnahme der Gespräche beinhaltet, berichtete "Maariv". Die Friedensgespräche zwischen beiden Ländern waren im Januar 2000 am Streit um die von Israel 1967 besetzten syrischen Golan-Höhen gescheitert.

Syrien hatte am Sonntag vor dem Besuch von US-Außenminister Colin Powell erklärt, die USA müssten Israel zur Aufgabe der 1967 besetzten Gebiete bewegen. Dazu gehörten auch die palästinensischen Gebiete Gaza-Streifen und Westjordanland. In der vergangenen Woche hatten die USA und die Vereinten Nationen (UNO) Israel und den Palästinensern den neuen internationalen Friedensplan des so genannten Nahost-Quartetts vorgelegt. Dem Quartett gehören neben den USA und der UNO die Europäische Union (EU) und Russland an. Der Plan sieht vertrauensbildende Maßnahmen und die Gründung eines Palästinenser-Staates bis 2005 vor.

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