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Motorhersteller sehen Chancen für gemeinsame Lösung

Hockenheim (dpa) - Im Streit um ein neues Formel-1-Reglement sehen die Motorenhersteller Chancen für eine gemeinsame Lösung. «Wir sind einen Schritt weiter gekommen. Es geht in die richtige Richtung», fasste Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug die Ergebnisse der Zusammenkunft der Triebwerklieferanten am Grand-Prix-Wochenende in Hockenheim zusammen.

Hockenheim (dpa) - Im Streit um ein neues Formel-1-Reglement sehen die Motorenhersteller Chancen für eine gemeinsame Lösung. «Wir sind einen Schritt weiter gekommen. Es geht in die richtige Richtung», fasste Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug die Ergebnisse der Zusammenkunft der Triebwerklieferanten am Grand-Prix-Wochenende in Hockenheim zusammen.

BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen sagte: «Es war ein konstruktives Treffen.» Einzelheiten über die Ergebnisse der zweieinhalbstündigen Diskussion wollten Haug und Theissen nicht mitteilen. Der BMW - Vertreter erklärte, es gebe eine Mehrheitslösung, die nicht von allen sieben Herstellern getragen werde. «Man muss einen Kompromiss schließen.»

Offensichtlich wollen die Autokonzerne verhindern, dass im Fall einer Nichteinigung der Internationale Automobilverband FIA allein das künftige Reglement bestimmt. FIA-Präsident Max Mosley hatte vor drei Wochen in Magny-Cours ein radikales Reformkonzept vorgestellt, das die Formel 1 preiswerter und sicherer machen soll.

Bei den Motoren schwebt der FIA vor, dass ein Triebwerk in der kommenden Saison zwei Rennwochenenden lang halten muss. Derzeit muss ein Motor einen Grand Prix lang laufen. Im Fall eines Austauschs wird der Fahrer in der Startaufstellung um zehn Plätze nach hinten versetzt. 2006 sollen die aktuellen 3-Liter-Aggregate mit 10 Zylindern auf 2,4 Liter mit 8 Zylindern zurückgebaut werden.

Theissen befürwortet weiterhin eine 3-Liter-Maschine mit längerer Laufzeit. Haug favorisiert persönlich eine 4-Liter-Version mit einer Drehzahlbegrenzung von 17 000 Umdrehungen und 2000 Kilometer Laufleistung. Das werde sich aber nicht durchsetzen lassen. «Wir müssen einen gemeinsamen Weg gehen, der vielleicht auf einen V8-Motor hinausläuft», sagte der Mercedes-Mann.

Theissen wies auf ein Problem hin. Das BMW-Triebwerk für das nächste Jahr befinde sich schon auf dem Prüfstand. «Es ist ein Motor für ein Rennen, nicht für zwei. Wenn wir da etwas ändern müssen, wird dies die Entwicklungsarbeit und damit die Kosten erhöhen.»

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