Motorola rechnet nur noch mit 18 Millionen Geräten
Handy-Absatz in Deutschland eingebrochen

Der Handy-Absatz in Deutschland ist in diesem Jahr dramatisch eingebrochen. Motorola rechne nur noch mit insgesamt 18 Millionen verkauften Geräten in der Branche, sagte der Deutschland-Chef des US-Unternehmens, Norbert Quinkert, der "Financial Times Deutschland" vom Dienstag.

afp HAMBURG. Dies wären 40 Prozent weniger als im Vorjahr, als von den Handy-Bauern noch 30 Millionen Mobiltelefone unters Volk gebracht wurden.

Der Einbruch ist Folge der veränderten Verkaufsstrategien der Anbieter: Die Netzbetreiber haben bis Ende vergangenen Jahres bei Abschluss eines Vertrages die Handys mehr oder weniger verschenkt. Dies ist nun vorbei, Handys sind teurer geworden. Da es mittlerweile mehr Handys als Festnetzanschlüsse gibt, ist der Markt zudem gesättigt.

Für das nächste Jahr rechnet die Branche wieder mit steigenden Verkaufszahlen. Der finnische Telekomausrüster Nokia als Nummer eins auf dem deutschen Markt geht der Zeitung zufolge davon aus, dass hierzulande 2002 rund 20 Millionen Handys verkauft werden. Auch Motorola-Deutschland-Chef Quinkert zeigte sich optimistisch: "Im ersten Halbjahr 2002 werden sich viele Menschen neue Handys kaufen." Grund seien neue Produkte für die Anfang 2001 eingeführte GPRS-Technologie, die eine raschere Datenübertragung ermöglichten.

Hoffnungen setzt die Branche zudem auf den multimediafährigen GPRS-Nachfolgestandard UMTS. Quinkert widersprach Zweiflern, die glauben, dass UMTS nicht wie vorgesehen Mitte 2002 bis Anfang 2003 an den Start gehen werde. "Es ist dumm zu sagen, dass die Netzbetreiber den Start um Jahre verschieben." Allerdings würden die europäischen Netzbetreiber UMTS "wesentlich behutsamer aufbauen als angekündigt". Motorola halte aber weiter an dem Plan fest, im zweiten Quartal 2002 sein erstes UMTS-Handy auf den Markt zu bringen.

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