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Motorola und Nokia reichen Klage gegen Uzan-Familie ein

Die Motorola Inc, Schaumburg, und die Nokia Oy, Helsinki, haben bei einem New Yorker Gericht Klage gegen die Uzan-Familie erhoben. Wie beide Konzerne am Montag in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, werfen sie den Haupteignern der beiden türkischen Konzerne Telsim Mobil und Rumeli Telefon in dreizehn Punkten einen Verstoss gegen das Gesetz vor.

vwd SCHAUMBURG/HELSINKI. Die Motorola Inc, Schaumburg, und die Nokia Oy, Helsinki, haben bei einem New Yorker Gericht Klage gegen die Uzan-Familie erhoben. Wie beide Konzerne am Montag in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, werfen sie den Haupteignern der beiden türkischen Konzerne Telsim Mobil und Rumeli Telefon in dreizehn Punkten einen Verstoss gegen das Gesetz vor. Motorola will zwei Mrd USD an Schadensersatz erhalten, während Nokia eine Forderung von 700 Mio USD erhebt. Darüber hinaus solle die Uzan-Familie zu Strafzahlungen verurteilt werden, hieß es.

Die beiden Telekommunikationsaurüster werfen ihrem ehemaligen Kunden vor, er habe sie veranlasst, mehr als drei Mrd USD an Darlehen an ihn zu leisten. In Wahrheit jedoch habe die Uzan-Familie von vornherein nie die Absicht gehabt, diese Gelder zurückzuzahlen, lautet die Anklage von Motorola und Nokia. Das geliehene Geld wurde für den Kauf von Basisstationen, Schalteinrichtungen sowie anderen Telekommunikationsausrüstungen ausgegeben. Abgesichert wurden die Kredite durch Telsim-Aktien. So wurden Motorola 66 % des Aktienkapitals der Gesellschaft als Bürgschaft zugesprochen, Nokia 7,5 %.

Durch "betrügerische Praktiken" hätte die Uzan-Familie das Aktienkapital allerdings verwässert, heißt es in der Anklage. So sei die für Motorola vorgesehene Bürgschaft danach auf 22 % zusammengeschmolzen, die von Nokia auf 2,5 %.

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