Motorola will Nummer Zwei werden: Mobilfunk-Netzwerke sollen 2004 wieder wachsen

Motorola will Nummer Zwei werden
Mobilfunk-Netzwerke sollen 2004 wieder wachsen

Der US-Technologiekonzern Motorola rechnet für das Jahr 2004 wieder mit einem Wachstum bei Mobilfunk-Netzwerken und will künftig die unangefochtene Nummer Zwei am Weltmarkt hinter Netzwerk-Branchenprimus Ericsson werden.

Reuters CANNES. Der geschäftsführende Vizepräsident der Motorola-Netzwerksparte, Adrian Nemcek, sagte am Dienstag am Rande einer Branchenmesse in Cannes der Nachrichtenagentur Reuters, das Unternehmen erwarte, dass im Jahr 2004 wieder Wachstum bei Mobilfunk-Netzwerken einsetze. Als Grund führte der Manager eine erwartete moderate Nachfragebelebung für die künftige Mobilfunktechnik UMTS und weiteres Kundenwachstum bei den GSM-Netzbetreibern an. Marktexperten rechnen damit, dass bis 2010 rund 2,7 Milliarden Menschen weltweit mobil telefonieren werden. Derzeit sind es rund eine Milliarde Menschen.

Der Motorola-Manager schloss sich den Analystenerwartungen für das laufende Jahr an, wonach die Branche eine Verlangsamung des Auftragsminus auf zwölf nach 20 Prozent im Vorjahr zu erwarten hat. Der Marktführer bei GSM-Mobilfunk-Netzwerken, der schwedische Ericsson-Konzern, sah zuletzt für das laufende Jahr einen abermaligen Nachfragerückgang nach seinen Produkten um bis zu zehn Prozent. Die Netzwerk-Sparte von Ericsson schrieb zuletzt Verluste. Die Ausrüster der Telekommunikations-Konzerne leiden darunter, dass die Auftraggeber aus Kostengründen ihre Investitionen seit dem Boomjahr 2000 rund halbiert haben.

Ungeachtet der weiter schwierigen Branchenkonjunktur will Motorola nach Nemceks Worten Marktanteile gewinnen. "Unser Ziel ist es, aus der Falle zu entkommen und am Markt die klare Nummer Zwei zu werden", sagte der Motorola-Manager. Sein Unternehmen rangiert derzeit mit mehreren anderen Anbietern hinter Ericsson und dem US-Konzern Lucent, dem Marktführer bei der auf dem amerikanischen Kontinent dominierenden CDMA-Mobilfunktechnik.

Motorola will nach Nemceks Worten vor allem in den Massenmärkten China und Indien wachsen, die zusammen deutlich über zwei Milliarden Einwohner zählen. Zudem kündigte der Motorola-Manager an, dass das Unternehmen verstärkt Vermittlungssysteme für mobile Daten- und Sprachverbindungen verkaufen will. Motorola stellt vorwiegend elektronische Bauteile und Mobiltelefone her.

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