Archiv
Mourinho gegen Ex-Club Porto: „Gefühle vergessen“

Vier Monate nach seinem triumphalen Abschied beim FC Porto blickt Jose Mourinho dem erstmaligen Wiedersehen mit seinen ehemaligen Spielern ohne Emotionen entgegen.

dpa HAMBURG. Vier Monate nach seinem triumphalen Abschied beim FC Porto blickt Jose Mourinho dem erstmaligen Wiedersehen mit seinen ehemaligen Spielern ohne Emotionen entgegen.

"Im Fußball muss man versuchen, Profi zu sein und solche Gefühle zu vergessen. Während des Spiels gibt es keine Freunde", sagte der neue Trainer des FC Chelsea vor dem Duell gegen den Champions-League-Gewinner im Stadion an der Stamford Bridge. Die Londoner, bei denen Nationalspieler Robert Huth nach seinem Kurzeinsatz am vergangenen Wochenende erneut auf Spielpraxis hofft, wollen nach ihrem 3:0 zum Auftakt bei Paris St. Germain gegen Porto einen weiteren Schritt in Richtung Achtelfinale der europäischen Meisterliga zurücklegen.

Mourinho, dank der prall gefüllten Geldschatulle von Öl-Milliardär Roman Abramowitsch vermutlich der bestbezahlte Coach der Welt, hatte auf der Insel einen hervorragenden Einstand. Nach sieben Spielen in der Premier League ist er mit seinem Team noch unbesiegt und belegt Platz zwei hinter dem Stadtrivalen FC Arsenal. Dagegen kommt sein Ex-Club in dieser Saison unter dem neuen Trainer Victor Fernandez, der den glücklosen Luigi del Neri nach wenigen Wochen ablöste, nicht so recht in Fahrt. Nach einem mühsamen 1:0 gegen Guimaraes belegt der FC Porto in der Meisterschaft lediglich den sechsten Platz. Zum Champions-League-Start gegen Zska Moskau reichte es für den Cupverteidiger nur zu einem torlosen Remis.

"Mit einem neuen Trainer und neuen Spielern braucht man Zeit, um ein System einzustudieren. Diese Zeit hatten wir unglücklicherweise nicht", sagte Mannschaftskapitän Jorge Costa. "Wir haben großartige Spieler, aber wir sind noch kein großes Team." Mit Paulo Ferreira und Ricardo Carvalho hatten die Portugiesen nach dem größten Erfolg ihrer Club-Geschichte neben Mourinho auch noch zwei ihrer Abwehrsäulen zum FC Chelsea ziehen lassen müssen. Für das Spiel in London fallen mit Europameister Georgios Seitaridis und Nuno Valente zwei weitere Verteidiger aus.

Vor einer vermeintlichen Pflichtübung steht dagegen der FC Arsenal mit Jens Lehmann im Heimspiel gegen Rosenborg Trondheim. Dennoch warnte Torjäger Thierry Henry davor, die kantigen Norweger zu unterschätzen: "Sie sind sehr schwer zu schlagen." Mit einem weiteren Sieg können die "Gunners" die gute Ausgangsposition in ihrer Gruppe ebenso ausbauen wie der FC Barcelona, der als klarer Favorit in die Heimpartie gegen Schachtjor Donezk geht.

Von ihrem Weg in die K.o.-Runde wollen sich auch die Mailänder Clubs nicht abbringen lassen. Dabei hat der AC Mailand beim Heimspiel gegen Celtic Glasgow die vermeintlich leichtere Aufgabe. "Für mich ist das wie ein Derby. Wir können die Qualifikation schon zu 50 Prozent perfekt machen", sagte Gennaro Gattuso, der früher bei den Glasgow Rangers spielte und den schottischen Fußball bestens kennt. Ohne den formschwachen und zudem angeschlagenen Christian Vieri tritt Inter Mailand nach dem 2:0 über Werder Bremen beim RSC Anderlecht an. In der Frage nach dem zweiten Angreifer neben Adriano muss sich Coach Roberto Mancini zwischen Martins und Alvaro Recoba entscheiden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%