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Moya und Fish eröffnen Daviscup-Finale

Selbst die Fußball-Stars aus Madrid und Barcelona werden für ein Wochenende zur Nebensache: Spanien fiebert einer einmaligen Tennis-Fiesta entgegen. Im Daviscup-Finale gegen Rekordsieger USA hoffen die Iberer auf die temperamentvolle Unterstützung von 26 600 Fans.

dpa SEVILLA. Selbst die Fußball-Stars aus Madrid und Barcelona werden für ein Wochenende zur Nebensache: Spanien fiebert einer einmaligen Tennis-Fiesta entgegen. Im Daviscup-Finale gegen Rekordsieger USA hoffen die Iberer auf die temperamentvolle Unterstützung von 26 600 Fans.

Dies wäre die größte Kulisse bei einem offiziellen Tennis-Match. Nur der Geschlechter-Vergleich zwischen Billy Jean King und Bobby Riggs lockte 1973 mit gut 30 000 Fans in Houston noch mehr Zuschauer an.

"Ich werde mir sehr klein vorkommen, wenn ich vor so vielen Leuten spiele. Das kann man im Training nicht üben", meinte selbst der letztjährige US-Open-Sieger Andy Roddick, der stets regelmäßig das fast 24 000 Fans fassende Louis-Armstrong-Stadium in New York füllt.

Für die dreitägige Begegnung in Sevilla ließ der spanische Tennis- Verband im Estadio Olimpico, 1999 Schauplatz der Leichtathletik- Weltmeisterschaften, einen langsamen Aschenplatz mit temporären Tribünen auf drei Seiten errichten. Außerdem steht auf einer Seite die Stadion-Tribüne zur Verfügung. Das Dach über dem Court wird dringend gebraucht, weil das derzeit nicht gerade gute Wetter anhalten soll. Verhaltenen Zorn über die Ortswahl gab es in Madrid, das mit dem Finale gern für seine Olympia-Kandidatur für 2012 geworben hätte, doch in der Höhenlage der Hauptstadt sollen Roddicks gefürchtete Aufschläge angeblich noch schneller sein.

Zumindest enttäuscht war "König" Juan Carlos Ferrero, der ebenfalls zuschauen muss. "Das war eine Überraschung für mich", sagte Ferrero zurückhaltend. Ein Jahr nach dem knapp verlorenen Endspiel gegen Australien in Melbourne und einer enttäuschenden Saison mit vielen Verletzungen war Ferrero besonders motiviert. Kapitän Jordi Arrese bot jedoch Jungstar Rafael Nadal auf, der von einem "Schock" sprach.

Der 18 Jahre alte Linkshänder bestreitet das zweite Einzel gegen Roddick. Zuvor eröffnen Carlos Moya und der Olympia- Zweite Mardy Fish das Endspiel. "Nachdem ich Grand-Slam-Sieger und Nummer eins war, ist der Daviscup das Einzige, was mir noch fehlt", sagte Moya vor dem fünften Finale mit spanischer Beteiligung.

Vor vier Jahren fehlte er verletzt beim bisher einzigen Daviscup- Triumph, zu dem Ferrero zwei Punkte gegen Australien beigesteuert hatte. Auf dem Weg dorthin gab es auf Sand einen 5:0-Heimsieg über die USA. Verhindern will dies diesmal auch Bob Bryan, der mit seinem leicht angeschlagenen Zwillingsbruder Mike das Doppel gegen Nadal und Tommy Rebredo bestreiten soll. Kapitän Patrick Mcenroe meinte dennoch: "Wir sind leichter Außenseiter."

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