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Moya und Nadal schaffen Vorentscheidung gegen USA

Spanien steht vor dem zweiten Gewinn des Tennis-Daviscups. Carlos Moya und Rafael Nadal gewannen vor knapp 26 000 Zuschauern in Sevilla ihre Auftakt-Einzel und sorgten gegen Rekordsieger USA für einen beruhigenden 2:0-Vorsprung des Gastgebers.

dpa SEVILLA. Spanien steht vor dem zweiten Gewinn des Tennis-Daviscups. Carlos Moya und Rafael Nadal gewannen vor knapp 26 000 Zuschauern in Sevilla ihre Auftakt-Einzel und sorgten gegen Rekordsieger USA für einen beruhigenden 2:0-Vorsprung des Gastgebers.

Die Spanier hatten den Pokal im Jahre 2000 erstmals geholt. Zunächst machte der frühere French-Open-Sieger Moya mit dem Olympia-Zweiten Mardy Fish beim 6:4, 6:2, 6:3 kurzen Prozess. Nach einem Kraftakt in vier Sätzen schaffte Nadal danach gegen US-Open-Gewinner Andy Roddick ein 6:7 (6:8), 6:2, 7:6 (8:6), 6:2 und legte den Grundstein zur Revanche für die Endspiel-Niederlage des Vorjahrs, als Spanien gegen Australien unterlag. Ein Punkt fehlt den Gastgebern nur noch aus dem Doppel sowie den beiden Einzeln zum Triumph.

"Die Zuschauer waren großartig. Ganz so, wie ich es erwartet habe", sagte Moya nach seinem Erfolg, der die Weichen gleich auf Sieg stellte. Er verschwieg aber nicht, dass der Auftakt durchaus holprig gewesen war. "Zunächst bin ich mit den Bällen von Mardy nicht zurecht gekommen. Sie sprangen so hoch ab", meinte er. Doch nach einigen Spielen hatte er sich, angefeuert von den enthusiastischen Fans im umgebauten Fußball-Stadion von Sevilla, an die Wucht und den Topspin seines Gegenübers gewöhnt und die Herrschaft auf dem extrem langsamen Sand übernommen.

"Ich habe wirklich Klasse gespielt, aber leider nur in den ersten Spielen. Da hat er nicht eine Antwort parat gehabt", sagte Fish. Doch dann riss der Faden und der Amerikaner musste zerknirscht eingestehen: "Dann hat Carlos unglaublich gut gespielt. Jede Chance, die sich mir bot, hat er zunichte gemacht. Und dann diese Zuschauer."

Mit den lautstarken Anhängern hatte auch Roddick so seine Probleme. Der in "heißen Matches" geprüfte Aufschlag-Weltrekordler kam zwar besser aus den Startlöchern und schien den Rückstand seines Team-Kollegen sogar wett machen zu können. Doch als es darauf ankam, zeigte Youngster Nadal, was er drauf hat und was der Heimvorteil im Daviscup bewirken kann. Der 18-Jährige zeigte zudem eine prächtige Leistung und rechtfertigte die Entscheidung von Kapitän Jordie Arrese, ihn statt Juan Carlos Ferrero spielen zu lassen.

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