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MRAM-Chips: Nichtflüchtige Speicher

Dresden (dpa) - Die neue Technologie der Magnet-Speicherchips - so genannte MRAM-Chips - könnte die Computertechnik revolutionieren. Da sie anders als herkömmliche Arbeitsspeicher nicht permanent mit Energie versorgt werden müssen, dürften sie die Lebensdauer von Batterien in Laptops oder Mobiltelefonen erheblich verlängern.

Dresden (dpa) - Die neue Technologie der Magnet-Speicherchips - so genannte MRAM-Chips - könnte die Computertechnik revolutionieren. Da sie anders als herkömmliche Arbeitsspeicher nicht permanent mit Energie versorgt werden müssen, dürften sie die Lebensdauer von Batterien in Laptops oder Mobiltelefonen erheblich verlängern.

Heute werden hauptsächlich die noch kostengünstigeren DRAM-Chips (Dynamic Random Access Memory) verwendet. Sie speichern Daten aber nur, so lange sie mit Strom versorgt werden. Millionen kleiner Kondensatoren brauchen alle 60 Millisekunden einen Impuls. Wird der Strom abgestellt, gehen die Daten verloren. RAM ist die Abkürzung von Random Access Memory - auf Deutsch: Speicher mit «Direktzugriff» auf jedes einzelne Byte, ohne das vorherige zu berühren.

Mit MRAM-Chips könnten Rechner gebaut werden, die sofort auf Knopfdruck - wie eine Lampe - nach dem Einschalten betriebsbereit sind. Im Gegensatz zu herkömmlichen Chiptechnologien werden die Informationen nicht mit elektrischen, sondern mit magnetischen Ladungselementen gespeichert. Da die Daten nicht verloren gehen, nennt man sie auch nichtflüchtige Speicher.

Die Technologie wird seit den 90er Jahren von großen Chipherstellern wie IBM, Infineon, Philips und NEC entwickelt. Sie könnte möglicherweise die heutige DRAM-Technik komplett ablösen. Bislang sind sie jedoch für den Massenmarkt noch zu teuer.

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