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Müder Wochenstart

Die Wall Street startet verhalten in die neue Woche. Eine Reihe von Unternehmen, die in dieser Woche noch Quartalszahlen melden werden, tendieren schwächer. Dazu gehören vor allem Einzelhandelskonzerne.

Die beiden Blue Chips Wal-Mart und Home Depot werden am Dienstag ihre Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorlegen. Weitere Kandidaten in dieser Woche sind die Computerhersteller Hewlett-Packard und Dell, die am Donnerstag die Quartalszahlen veröffentlichen werden. Aufatmen können dafür Sommerurlauber. Der Dollar ist gegenüber dem Euro auf den tiefsten Stand seit rund drei Monaten gefallen. Der Glaube an eine baldige Erholung der US-Konjunktur gerät weiterhin ins Wanken. Am Donnerstag geben die Verbraucherpreise näheren Aufschluss über das Wohl der US-Konjunktur.

Positiv werden zum Wochenstart Kommentare über den Chipsektor aufgenommen. Das Verwirrspiel in der Branche geht damit in die nächste Runde. Vor zwei Wochen hatte der Bereich bereits von optimistischen Analystenkommentaren profitiert. In der vergangenen Woche hatten amerikanische Brokerhäuser Chipwerten wieder die Gelb-Rote-Karte gezeigt. Spekulationen darüber, dass Intel die Preise für Chips um bis zu 50 Prozent senken könnte, hatten die Branche zusätzlich belastet. Neuen Optimismus verbreitet nun Goldman Sachs. Die Investmentbank rät Investoren, die Aktien von Chipherstellern in den Depots zu "übergewichten". Das fundamentale Umfeld habe sich in einigen Bereichen moderat verbessert. Neben Intel, Micron Technology und Texas Instruments werden auch Qualcomm, Conexant Systems, Analog Devices, Maxim Integrated Products und Broadcom empfohlen.

Zu den größten Gewinnern im Dow Jones Index gehört das Papier von AT&T. Das Wall Street Journal setzt alte Spekulationen über den Verkauf der Breitbandsparte neu in Gang. Dem Bericht zufolge wurden Ende vergangener Woche Gespräche mit Microsoft und Walt Disney geführt. Comcast, Cox Communications und AOL Time Warner werden als weitere Kaufkandidaten gehandelt. Ein Preiskampf dürfte zumindest der Telefongesellschaft AT&T gelegen kommen.

Weniger erfreulich sieht die Nachrichtenlage zum Wochenauftakt bei Oracle aus. Der Softwarehersteller könnte im laufenden Quartal die Umsatzerwartungen verfehlen. Der Finanzvorstand von Oracle geht zwar davon aus, dass aufgrund von Kostensenkungsmaßnahmen die Gewinnerwartungen erfüllt werden. Die Absatzzahlen könnten jedoch um zehn Prozent fallen. Und damit würde der Plan verfehlt.

Ebenfalls angeschlagen präsentiert sich am Montag die Automobilbranche. Ford wird von der UBS Warburg von "halten" auf "reduzieren" abgestuft. In diesem Jahr dürfte die Dividende bei Ford noch sicher sein. Das schwierige Branchenumfeld, sinkende Marktanteile und die voraussichtliche "Cash Burn rate" zehren jedoch an der Gesundheit des zweitgrößten US-Autoherstellers.

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