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Müller erwartet ein Wachstum von 3 % in 2002

dpa BERLIN. Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) hat angesichts der Konjunkturschwäche vor Pessimismus gewarnt. "Mir ist es wichtig, dass wir nicht in Pessimismus verfallen. Die Dynamik kommt. Im nächsten Jahr werden wir wieder gute Wachstumszahlen haben", sagte er am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin. "Ich wehre mich schlicht und einfach dagegen, dass in diesem Land alles schlechtgeredet wird." Er rechne in diesem Jahr mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von höchstens 1,5 %, im ersten Halbjahr des kommenden Jahres aber mit einem deutlichen Anstieg auf über gut drei Prozent.

Als Grund für seinen Optimismus nannte Müller unter anderem, dass die Automobilindustrie "hervorragende Zahlen" schreibe. Außerdem rechnete er damit, dass die privaten Haushalte künftig zwei Mrd. DM mehr ausgeben können, nachdem die Benzinpreise wieder sinken und die Steuerreform langsam ihre Wirkung entfalte.

Das selbstgesteckte Ziel der Bundesregierung, bis zum September 2002 die Zahl der Arbeitslosen auf 3,5 Millionen zu senken, hat Müller auch noch nicht völlig aufgegeben. Für einen Abbau der Arbeitslosigkeit benötigte man mindestens ein Wirtschaftswachstum von 1,5 bzw. 2 %, das man im nächsten Jahr dann auch haben werde.

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