Müller: Restrisiko bleibt
Koch warnt vor hohen Erwartungen an schärferes Waffengesetz

Nach der Einigung von Bundesregierung und Ländern, als Konsequenz aus dem Erfurter Amoklauf Waffenrecht und Jugendschutz zu verschärfen, hat der hessische Ministerpräsident vor zu hohen Erwartungen gewarnt.

wiwo/ap BERLIN. Der CDU-Politiker sagte am Dienstag im Hessischen Rundfunk, auch das schärfste Waffenrecht der Welt "werden wir einen Vorgang wie Erfurt nicht verhindern".

In einer Runde im Kanzleramt hatten sich die Länderchefs und die Regierung am Montagabend darauf verständigt, die Altersgrenze für den Besitz von Jagd- und Sportwaffen deutlich anzuheben. Koch sagte, die Runde sei sich auch einig gewesen, den Besitz so genannter Pumpguns nicht mehr zu erlauben. Er wies jedoch darauf hin, dass Waffen in legalem Besitz nicht das Problem seien. Nicht einmal zehn Prozent aller Straftaten würden mit legalen Waffen begangen.

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller zeigte sich im InfoRadio Berlin zuversichtlich, dass die Anhebung der Altersgrenze für Waffenbesitz einvernehmlich geregelt werde. Der CDU-Politiker betonte jedoch, dass auch noch so scharfe Gesetze ein Restrisiko nicht ausschließen könnten. Ob die Altersgrenze künftig bei 25 oder 21 Jahren liegen solle, müsse noch diskutiert werden. "Ich bin im Ergebnis aber offen".

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