Müller: Streichung war "Fehler eines Ahnungslosen"
Kuhn begrüßt Müllers Wunsch nach Grünen-Staatssekretär

Grünen-Parteichef Fritz Kuhn hat den von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) geäußerten Wunsch nach einem Parlamentarischen Staatssekretär der Grünen im Wirtschaftsressort begrüßt.

Reuters BERLIN. Kuhn sagte am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters, er halte es für "eine gute Idee, dass das grüne Element in der Wirtschafts- und Energiepolitik stärker berücksichtigt werden soll". Über Müllers Vorstoß sei in der Koalition noch nicht gesprochen worden. In einem Interview sagte Müller zudem, er könne sich Kanzleramts-Staatsminister Hans Martin Bury (SPD) als "guten Wirtschaftsminister" vorstellen. Eine Sprecherin stellte daraufhin klar, Müller habe Bury keineswegs als seinen Nachfolger vorgeschlagen.

Müller sagte in einem vorab verbreiteten Interview des Magazins "Stern", bei seinem Amtsantritt sei es "der Fehler eines Ahnungslosen" gewesen, einen der beiden Posten für Parlamentarische Staatssekretäre in seinem Haus zu streichen. Seine "Lieblingsidee" sei es, mit dieser Position die Wirtschafts- und Finanzpolitik der Grünen in seinem Haus stärker zu verankern. "Zur Stabilisierung der Grünen gehört aus meiner Sicht, dass sie ihre durchaus vernünftige Wirtschafts- und Finanzpolitik populärer machen", sagte Müller darüber hinaus.

Kuhn sagte, über Müllers Wunsch sollte in dem zuständigen Gremium, der Koalitionsrunde von SPD und Grünen, gesprochen werden. Vorgespräche habe es nicht gegeben. Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye sagte vor Journalisten, Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) werde sich über Müllers Wunsch nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub sicherlich Gedanken machen.

Müller bezeichnete es als Gerücht, dass er amtsmüde sei. Er wies die Frage zurück, dass dieses Gerücht möglicherweise von Bury gestreut worden sei, und fügte hinzu: "Herr Bury wäre aus meiner Sicht durchaus auch ein guter Wirtschaftsminister." Eine Sprecherin Müllers stellte später klar, dass der Minister damit keineswegs Bury als seinen Nachfolger vorgeschlagen habe.

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