München gegen Köln und Mannheim gegen Kassel
Eishockey: DEL-Halbfinale komplett

Das Playoff-Halbfinale um die deutsche Eishockey- Meisterschaft ist perfekt. Der Vorrunden-Erste München Baron trifft von Ostermontag an in maximal fünf Spielen auf die Kölner Haie. Im zweiten Duell der Vorschlussrunde stehen sich Titelverteidiger Adler Mannheim und die Kassel Huskies gegenüber.

dpa MÜNCHEN. Nachdem sich die Kölner Haie im Viertelfinale in nur drei Partien gegen die favorisierten Krefeld Pinguine durchgesetzt hatten, zogen am Donnerstagabend München, Mannheim und Kassel am vierten Spieltag nach. Die München Barons holten mit einem deutlichen 5:1 (1:0, 2:0, 2:1)-Erfolg bei den Augsburger Panther den notwendigen dritten Sieg im bayerischen "Gift-Duell". Kassel nützte mit einem 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)-Heimsieg gegen die Nürnberg Ice Tigers den zweiten "Matchball" und schaffte damit zum dritten Mal in Folge den Halbfinal-Einzug.

Am schwersten tat sich der Titelverteidiger: Erst im letzten Drittel sorgten Brad Bergen (56.) und Todd Hlushko (60.) mit ihren Treffern für einen hart erkämpften 3:1 (1:0, 0:1, 2:0)-Erfolg bei den Eisbären Berlin. Vor 5000 Zuschauern hatte Devon Edgerton (3.) mit seinem bereits vierten Playoff-Treffer die Mannheimer früh in Führung geschossen, im Mittelabschnitt erzielte Steve Walker (27.) ebenfalls in Überzahl den Ausgleich für die im Abschluss patzenden Berliner.

Mit einem Schiedsrichter-Wechsel versuchte die DEL, die extrem vergiftete Atmosphäre zwischen Augsburg und München zu entschärfen. Gerhard Müller (Schierke) ersetzte vor 6449 Zuschauern in Augsburg Rainer Kluge (Weißwasser), nachdem dieser zwei Tage zuvor in München zur Zielscheibe der Schwaben geworden war. Kluge hatte nach einem Foul am Münchner Verteidiger Kent Fearns Panther-Torjäger Rob Guillet zu Unrecht mit einer Spieldauerstrafe belegt - die Augsburger tobten. Barons-Manager Max Fedra lobte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke für seine Maßnahme: "Den Schiedsrichter zu wechseln war gut. So wurden die Emotionen von vorn herein herausgenommen", meinte Fedra.

Auf dem Eis ging es zunächst wieder hoch her, wobei die Panther etliche Chancen zum Führungstor vergaben. Das wurde bestraft: In Überzahl kassierten die Gastgeber kurz vor der ersten Pause nach einem Konter das 0:1 durch Barons-Verteidiger Schubert (20.). Nur 2:31 Minuten waren im Mitteldrittel gespielt, als ausgerechnet die Reizfigur Fearns für München auf 2:0 erhöhte. Nur vier Minuten später waren die Münchner, die in der Defensive mit Torwart Boris Rousson überragend agierten, nach dem dritten Treffer durch Douris endgültig auf der Siegerstraße. Peacock (53.) und Oliver (56.) erhöhten beim Münchner Schaulaufen im letzten Drittel sogar noch auf 5:0, ehe Simonton (57.) wenigstens noch das Ehrentor für Augsburg gelang.

In Kassel bejubelten 5237 Zuschauer das Happy-End gegen die Nürnberg Ice Tigers. Robitaille (2.), Kreutzer (34.) und Abstreiter (59.) erzielten die Tore für den Vorrunden-Fünften. Gefeierter Mann bei den Huskies war der finnische Torwart Ilpo Kauhanen, der in den vier Spielen gegen die Nürnberger insgesamt nur fünf Tore zuließ.

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