Münchener Rück belastet Versicherungs-Sektor
Europäische Börsen: Verluste überwiegen

Die europäischen Standardwerte haben am Mittwoch gegen Mittag mehrheitlich schwächer tendiert. Der DJ EuroStoxx50-Index notierte über 0,6 Prozent tiefer bei 3 364 Punkten. Als Belastung erwiesen sich neben Versicherern und Telekomtiteln insbesondere Technologiewerte.

Der DJ Stoxx-Index der Tech-Werte notierte über zwei Prozent schwächer. Unter Druck standen Nokia, die rund drei Prozent verloren. Börsianer erklärten, die Meldung, wonach UBS Warburg 16 Millionen Nokia-Aktien am Markt platziert habe, hätten den Wert belastet. Ericsson gaben rund zwei Prozent nach.

Bei den Telekomwerten standen die Titel des britischen Mobilfunkanbieters mmO2 im Fokus der Anleger. Der Wert brach über 13 Prozent ein. Händler erklärten, zwar sei das Ergebnis am oberen Rand der Schätzungen der Analysten gelegen, doch seien die Anleger über die Stagnation des Wachstums im britischen Markt enttäuscht gewesen.

Der Versicherungssektor sei von den Papieren der Münchner Rück belastet worden. Der Wert verlor zeitweise über vier Prozent, nachdem die Investmentbanken Goldman Sachs und Credit Suisse First Boston ihre Gewinnschätzungen für den weltgrössten Rückversicherer reduziert hatten.

London: An der Londoner Aktienbörse notierte der FTSE-100-Index 0,1 Prozent schwächer auf 5069 Punkte. Händler verwiesen auf die Enttäuschung des Marktes auf das Ergebnis des Mobilfunkanbieters mmO2, unter dem auch andere Telekomwerte litten. Der Wert brach um rund 13 Prozent ein. Unter Druck standen auch die Titel der ehemaligen Mehrheitsbesitzerin British Telecom, die über drei Prozent nachgaben. Als Belastung erwiesen sich weiter die Titel des Chipherstellers ARM Holdings, dessen Papiere rund elf Prozent fielen. Zuvor hatte UBS Warburg den Wert auf "sell" von zuvor "hold" zurückgestuft. Für etwas Aufhellung sorgten dagegen die Titel des Einzelhändlers GUS, die nach der positiven Aufnahme des Ergebnisses über vier Prozent kletterten.

Zürich: Die Schweizer Aktien schwächten sich nach einer Zwischenerholung im Verlauf wieder ab. "Es fehlt an Impulsen, und nun wartet jeder darauf, ob sich die US-Aktienindizes wieder über die psychologisch und technisch wichtigen Marken erholen können", sagte ein Händler. Der SMI notierte um 0,3 Prozent tiefer auf 6563 Punkten. Spekulative Käufe stützten Roche. Der geplante Verkauf der Vitaminsparte stehe möglicherweise bevor. Auch empfiehlt ABN Amro Roche zum Kauf und stufte dagegen Konkurrent Novartis zurück. Roche gewannen 0,2 Prozent und Novartis waren gehalten. Nestle schwächten sich etwas ab, Serono und Givaudan legten etwas zu.

Paris: Die Pariser Börse notierte leicht schwächer. Der CAC-40-Index verlor 0,1 Prozent auf 4332 Zähler. Als Kursstützen erwiesen sich die Papiere von France Telecom, die 3,6 Prozent kletterten. Händler verwiesen dabei auf die Meldung vom Dienstag, wonach es kurzfristig keine Kapitalerhöhung bei France Telecom geben soll. Unter Druck standen dagegen Technologiewerte. Die Titel von Dassault Systemes fielen zeitweise um beinahe drei Prozent. Händler verwiesen dabei auf die Jahresversammlung der Aktionäre vom Dienstag, an der wenig Inspirierendes zu vernehmen war. Alcatel verloren 1,5 Prozent, während sich Thomson Multimedia um knapp zwei Prozent abschwächten.

Amsterdam/Brüssel: Die Benelux-Börsen notierten uneinheitlich. Der niederländische AEX-Index gab 0,5 Prozent auf 488 Punkte nach, während der belgische Bel20-Index 0,7 Prozent auf 2730 Zähler gewann. In Amsterdam belasteten schwache Technologiewerte den Markt. ASML büssten rund zwei Prozent ein. Die Philips-Aktien ermässigten sich um 0,5 Prozent. In Brüssel machte sich die positive Tendenz bei den Finanzwerten bemerkbar; Fortis kletterten rund drei Prozent. Händler verwiesen dabei auf die positive Aufnahme der Quartalszahlen des Finanzkonzerns. Dexia stiegen 1,5 Prozent.

Mailand: Der Mailänder Mib30-Index verlor 0,2 Prozent auf 30.533 Zähler. Laut Händlern standen Technologie- und Telekomwerte unter Druck. Telecom Italia schwächten sich um 0,3 Prozent ab, Telecom Italia Mobilebüssten 0,7 Prozent ein. Olivetti gaben 0,4 Prozent nach. Gesucht waren dagegen Fiat, die 0,5 Prozent zulegten. Händler verwiesen auf die jüngst angekündigten Rekapitalisierungs- und Restrukturierungsmassnahmen beim Autokonzern.

Madrid: An der Madrider Börse notierte der Ibex-35-Index 0,2 Prozent fester bei 7939 Punkten. Die Händler sprachen von einer uneinheitlichen Tendenz. Unter Druck standen die schwergewichteten Telefonica-Aktien, die rund 0,4 Prozent nachgaben. Für Unterstützung sorgten dagegen die Titel der beiden Bankenschwergewichte. BBBVA kletterten über ein Prozent, während Santander Central Hispano 0,4 Prozent vorrückten.

Stockholm: Die skandinavischen Aktienmärkte notierten insgesamt im Minus. Der Stoxx-Nordic-Index verlor über ein Prozent auf 294 Zähler. Unter Druck standen Technologiewerte. Die Titel des Handyherstellers und Telekomausrüsters Nokia fielen knapp drei Prozent. Händler verwiesen dabei auf die Meldung, wonach UBS Warburg ein grösseres Aktienpakt auf dem Markt plazierte hatte. Die Titel des Konkurrenten Ericsson gaben rund zwei Prozent nach.

Wien: Der ATX-Index der Wiener Börse verlor 0,7 Prozent auf 1322 Punkte. Händler erklärten, der anstehende Feiertag am Donnerstag habe am Mittwochvormittag seinen Schatten auf die Wiener Börse vorausgeworfen. "Die Umsätze sind schwach, das Geschehen flau", hiess es von Händlerseite. Unter Druck standen Telekom Austria, die 0,5 Prozent nachgaben. Die Titel des Indexschwergewichtes Erste Bank fielen 1,5 Prozent. Als Belastung erwiesen sich auch OMV, die ex-Dividende über drei Prozent verloren.

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