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Münchener Rück bestätigt nach Ergebnisschub Prognose für 2004

(dpa-AFX) München - Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück < Muv2.ETR > hat nach einer deutlichen Ergebnisverbesserung im zweiten Quartal seine Jahresprognose bestätigt. "Wenn sich der erfreuliche Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr weiter fortsetzt, kann das anspruchsvolle Ziel von zwei Milliarden Euro Jahresüberschuss für die Gruppe erreicht werden", sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard am Freitag in München.

(dpa-AFX) München - Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück < Muv2.ETR > hat nach einer deutlichen Ergebnisverbesserung im zweiten Quartal seine Jahresprognose bestätigt. "Wenn sich der erfreuliche Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr weiter fortsetzt, kann das anspruchsvolle Ziel von zwei Milliarden Euro Jahresüberschuss für die Gruppe erreicht werden", sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard am Freitag in München.

Den Großteil werde das Segment Rückversicherung beisteuern, bekräftigte er. Erreicht der Branchenprimus seinen angepeilten Überschuss, so wäre dies der höchste Gewinn der Firmengeschichte. Im vergangenen Jahr war der Rückversicherer zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren in die roten Zahlen gerutscht.

Erwartung Übertroffen

Im zweiten Quartal übertraf der Konzern mit einem auf 628 (Vorjahr: 28) Millionen Euro hoch geschnellten Überschuss die Markterwartungen. Die Bruttoprämien sanken jedoch überraschend deutlich. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten für den Zeitraum April bis Juni einen Überschuss von 510 Millionen Euro vorhergesagt.

Die Münchener meldeten zudem ein im Jahresvergleich um 21,6 Prozent auf 2,21 Milliarden Euro geschrumpftes Ergebnis aus Kapitalanlagen. Damit übertraf die Gesellschaft die Experten-Prognose von 1,96 Milliarden Euro. Der Rückversicherer verkaufte nach eigenen Angaben Aktien des Versicherers Allianz < ALV.ETR > . Der Anteil sei nun auf unter zehn Prozent gesunken.

"Auf den ersten Blick sind die Zahlen besser als erwartet", sagte HVB-Analyst Oliver Flade. Der größte Teil der Summe, die über den Schätzungen liege, dürfte allerdings aus dem Verkauf der Allianz-Beteiligung kommen. "Das erklärt auch, warum das Ergebnis deutlich über dem Konsensus liegt", sagte Flade. Die Zahlen seien demnach gut - aber nicht "exorbitant". Die Aktie der Münchener Rück startet am Freitag besser als der DAX in den Handel. Das Papier verlor 0,64 Prozent auf 76,05 Euro.

Prämien Entwickeln Sich Unterschiedlich

Die Prämien entwickelten sich im abgelaufenen Jahresviertel unterschiedlich. Die Bruttobeiträge sanken im Jahresvergleich um 6,2 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro und lagen damit deutlich unter der Analystenschätzung von 9,8 Milliarden Euro. Zum Jahresauftakt hatte der Rückversicherer noch 10,358 Milliarden Euro an Bruttoprämien verzeichnet. Bei den Nettoprämien wies die Münchener Rück dagegen einen Anstieg von 0,9 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro aus. Damit traf der Konzern in etwa die Prognosen.

Operativ erzielte die Münchener Rück weiterhin Gewinne. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote in der Rückversicherung (Nichtleben) sank auf 94,7 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch 94,9 Prozent gewesen. In der Erstversicherung (Schaden/Unfall) sank die so genannte Combined Ratio gegenüber dem Vorjahr von 96,2 auf 91,5 Prozent. Liegt diese Quote unter 100 Prozent, so arbeitet ein Versicherer operativ profitabel. Bomhard geht davon aus, dass die Schaden-Kosten-Quoten sowohl in der Rück- als auch in der Erstversicherung im Gesamtjahr unter der Zielmarke von 97 Prozent bleiben.

Gesamtbeiträge Sollen 2004 Leicht Schrumpfen

Die Gesamtbeiträge dürften 2004 vor allem währungsbedingt leicht auf rund 39 (40,4) Milliarden Euro schrumpfen. Vor Konsolidierung erwarten die Münchener für die Rückversicherung rund 23 (24,8) Milliarden Euro. Dabei dürfte die Lebens- und Krankenrückversicherung um etwa zehn Prozent wachsen. Für die Erstversicherung strebt der Konzern rund 18 (17,6) Milliarden Euro an.

Für die Erstversicherung erwartet Bomhard eine erfolgreiche Fortsetzung der positiven Entwicklung bis zum Jahresende. Bereits bis Ende des laufenden Jahres werde die Tochtergesellschaft Ergo, die bei der Gruppe das Geschäft mit Erstversicherungen bestimmt, zwei Drittel der Einsparungen von 300 Millionen Euro erzielt haben, die gemäß der Planung bis 2005 erreicht werden sollen.

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