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Münchener Rück durch Sturmjahr belastet

Der Jahresüberschuss der Münchner Rückversicherung ging 1999 um 5,6% zurück.

dpa/Reuters MÜNCHEN. Nach einem Jahr mit hohen Schadensbelastungen durch Naturkatastrophen will die Münchener Rück beim Ertrag wieder deutlich zulegen. Die Gruppe plane für 2000 und die kommenden Jahre eine Steigerung des Gewinns nach Steuern um jeweils mindestens zehn Prozent auf 1,2 Mrd. Euro, sagte Vorstandschef Hans-Jürgen Schinzler am Dienstag in München.

Auch in den nächsten Jahren solle der Gewinn nach Steuern um jeweils zehn Prozent steigen, teilte der weltweit größte Rückversicherer auf seiner Bilanzpressekonferenz mit. Bei den Brutto-Beitragseinnahmen rechnet der Konzern mit einer Steigerung im laufenden Jahr von mehr als eine Milliarde Euro auf 28,5 (1999: 27,4) Mrd. Euro.

Im Rückversicherungsgeschäft wolle die Münchener Rück ihre weltweit führende Position ausbauen und auf allen wichtigen Märkten die erste oder zumindest die zweite Position einnehmen, sagte Vorstandschef Hans-Jürgen Schinzler laut Redetext. Die Winterstürme des Jahres 1999 und Preisdruck hätten das Ergebnis im vergangenen Jahr belastet. Anzeichen für eine Festigung der Rückversicherungsmärkte seien aber feststellbar. Daher rechne er für 2000 mit einem Wachstum des Rückversicherungsvolumens von zwei bis drei Prozent. Für das Ergebnis sei man "vorsichtig optimistisch".

Bei Erstversicherungen erwartet die Münchener Rück nach eigenen Angaben für 2000 ein Wachstum von rund vier Prozent. Die Erstversicherungstochter Ergo solle durch Akquisitionen im europäischen Ausland ausgebaut werden. "Wir streben an, auf ausgewählten Wachstumsmärkten zu den ersten fünf zu gehören", sagte Schinzler. Der Hauptversammlung werde der Konzern den Rückkauf eigener Aktien von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals vorschlagen. Im vergangenen Jahr war der Jahresüberschuss um 5,6 % auf 1,133 Mrd. Euro zurückgegangen. Die Bruttobeiträge waren um 7,55 % gestiegen.

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