dpa-afx MÜNCHEN. Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück
rechnet mit einem Gesamtschaden in Südostasien durch die verheerende Flutkatastrophe von mehr als zehn Mrd. Euro. "Wir haben noch keine verlässlichen Zahlen, aber mein persönliches Gefühl ist, dass wir einen materiellen Schaden im zweistelligen Mrd.-Euro-Bereich haben werden", sagte Münchener Rück-Wissenschaftler
Gerhard Berz am Dienstagabend dem Fernsehsender "Deutsche Welle". Berz ist beim weltgrößten Rückversicherer derzeit noch der Leiter der Forschung für geopolitische Risiken und scheidet Ende des Jahres altersbedingt aus.
Zuvor hatte der Generalsekretär der humanitären Hilfsorganisation United Nations, Jan Egeland, die Schadenskosten auf mehrere Mrd. Dollar geschätzt.
Münchener Rück
Erwartet Eigene Belastungen Unter 100 MIO Euro
Die Münchener Rück
geht von einer eigenen finanziellen Belastung durch die schweren Seebeben von unter 100 Mill. Euro aus. Das teilte der Konzern am Dienstag mit. Die Jahresgewinnprognose von 1,8 bis 2,0 Mrd. Euro wurde bestätigt.
Es habe sich um das weltweit stärkste Erdbeben seit 40 Jahren gehandelt. Bereits vor dem Seebeben sei das Jahr 2004 mit einer Schadenssumme von 40 Mrd. Dollar das teuerste Naturkatastrophenjahr aller Zeiten für die Versicherungswirtschaft gewesen.
