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Münchener Rück sieht 'Frances'-Versicherungsschaden bei 5-15 Mrd Dollar

Der noch andauernde Hurrikan "Frances" in den USA hat nach Schätzungen der Münchener Rück bislang Schäden für die internationale Versicherungsbranche zwischen fünf und 15 Mrd. $ angerichtet. Wie hoch die Kosten für das Unternehmen selbst seien, könne noch nicht gesagt werden, teilte der Konzern am Montag in München mit. Auch der volkswirtschaftliche Schaden sei ungewiss.

dpa-afx MIAMI/FRANKFURT. Der noch andauernde Hurrikan "Frances" in den USA hat nach Schätzungen der Münchener Rück bislang Schäden für die internationale Versicherungsbranche zwischen fünf und 15 Mrd. $ angerichtet. Wie hoch die Kosten für das Unternehmen selbst seien, könne noch nicht gesagt werden, teilte der Konzern am Montag in München mit. Auch der volkswirtschaftliche Schaden sei ungewiss.

Beim Versicherungskonzern Hannover Rück wird "Frances" für Kosten "im mittleren zweistelligen Millionenbereich" sorgen. Das teilte das Unternehmen am Montag in Hannover mit. Zugleich reduzierte der Konzern seine Kostenschätzung für Hurrikan "Charley" (Mitte August) von maximal 100 Mill. auf 70 Mill. ? vor Steuern. Die Jahresergebnisprognose von 390 Mill. bis 430 Mill. ? wurde bekräftigt. Die Allianz wollte am Montagabend eine Schadensprognose abgeben, die Swiss Re kündigte eine Mitteilung "bei Bedarf" an.

Hannover Rück: Kein Preisabrieb

Die Münchener Rück wollte sich zum Ausblick nicht äußern. Die Versicherungsbranche hatte aber mehrfach mitgeteilt, dass in der zweiten Jahreshälfte eine Hurrikan-Häufung erwartet werde. Die Hannover Rück betonte, die jüngsten Hurrikanereignisse würden sich positiv auf den Abschluss von Verträgen zum 1. Januar 2005 auswirken. "Der von vielen Marktteilnehmern erwartete Preisabrieb im Katastrophen-Rückversicherungsgeschäft dürfte nun ausbleiben", hieß es.

Nach Ansicht der Münchener Rück ist "Frances" fünf Mal größer als sein Vorgänger "Charley", der Mitte August ebenfalls Florida verwüstet hatte. Diese Kategorisierung könne aber nicht auf die Schadenshöhe übertragen werden. Der gesamte Versicherungsschaden von "Charley" wird auf über sieben Mrd. $ geschätzt.

'Frances' Bleibt Gefährlich

"Frances" werde voraussichtlich am Montagabend Nordflorida und Alabama treffen. Da er sehr langsam, sehr breit und mit viel Feuchtigkeit unterwegs sei, würden weitere erhebliche Schäden entstehen, sagte ein Münchener Rück-Sprecher. Die eigenen "Charley"-Belastungen hatte die Münchener Rück mit unter 200 Mill. $ angegeben, die Jahresgewinnschätzung von zwei Mrd. ? damals bestätigt.

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