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Münchener-Rück-Tochter Victoria will Zinssatz für 2005 nicht senken

Der zur Münchener-Rück-Gruppe gehörende Versicherer Victoria will die Verzinsung seiner Lebensversicherungen für das kommende Jahr zumindest konstant halten.

dpa-afx MÜNCHEN. Der zur Münchener-Rück-Gruppe gehörende Versicherer Victoria will die Verzinsung seiner Lebensversicherungen für das kommende Jahr zumindest konstant halten. "Unter den Wert für 2004 sollte die Ausschüttung nicht mehr sinken", sagte Vertriebsvorstand Ulrich Rüther der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe). Die Victoria gehört zum Ergo-Konzern, der wiederum im Besitz des weltgrößten Rückversicherers Münchener Rück ist.

Für das laufende Jahr bezahlt die Victoria, die zu den Marktführern in der Branche zählt, an Neukunden eine laufende Überschussbeteiligung von 3,4 Prozent, wie es hieß. Das ist im Marktvergleich ein geringer Wert. Allerdings liegt die gesetzliche Untergrenze bei 2,75 Prozent, so dass theoretisch weitere Senkungen möglich wären. An Altkunden bezahlte die Victoria zuletzt oft nur noch den gesetzlichen Wert.

Die laufende Überschussbeteiligung ist die garantierte Verzinsung des Sparguthabens der Versicherten. Hinzu können weitere Zahlungen kommen, die die Versicherer jedoch später unter Umständen wieder streichen dürfen.

Kursverluste BEI Aktieninvestments

Das Unternehmen musste die Ausschüttungen an seine Kunden vor allem deshalb so stark reduzieren, weil bei ihren Aktieninvestments erhebliche Kursverluste zu verbuchen waren, schrieb die Zeitung. Namentlich ein großes Paket an Aktien der Hypovereinsbank sei nur noch einen Bruchteil jenes Preises wert, mit dem es ursprünglich in den Büchern gestanden habe.

Vertriebsvorstand Rüther wollte sich nicht festlegen, ob die Überschussbeteiligung für 2005 angehoben werden könnte. Diese Entscheidung werde erst gegen Jahresende fallen, sagte er. Nach Aussage von Rüther hat sich das Neugeschäft der Victoria im vergangenen Quartal etwas erholt.

In den ersten neun Monaten betrage der Rückstand im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, gemessen an den Vertriebszahlen, nun noch 20 bis 25 Prozent. Nach sechs Monaten hatte der Rückstand noch mehr als 25 Prozent betragen. Rüther erklärte, dass im vierten Quartal noch "positive Effekte" zu erwarten seien. Es zeichne sich ein "Schlussverkauf" bei Kapital-Lebensversicherungen ab, weil diese Policen zu Jahresende ihren Steuervorteil verlieren.

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