Münchner Filmhändler wird Filmpaket nicht los
Kinowelt sieht sich durch Absprachen der TV-Familien diskriminiert

dpa-afx/HB HAMBURG. Der Münchner Filmhändler Kinowelt hält das Vorgehen der großen Privatsender beim Einkauf von Spielfilmen und Serien für wettbewerbsrechtlich bedenklich. Das sagte Kinowelt-Chef Michael Kölmel der "Financial Times Deutschland" (FTD). Online lag der Bericht nicht vor. Er glaube an ein stillschweigendes Abkommen zwischen den Fernsehfamilien von RTL und Kirch. Sprecher der beiden TV-Gruppen hätten diesen Vorwurf zurückgewiesen.

Der Vorwurf Kölmels beziehe sich auf ein Filmpaket, das die Kinowelt im August vergangenen Jahres für 300 Mill. $ vom Medienkonzern Time Warner gekauft habe, schreibt die FTD. Auch Kirch und RTL hätten mitgeboten, seien aber nicht zum Zuge gekommen. Aus diesem Paket habe Kinowelt danach keinen Film an die beiden TV-Gruppen verkaufen können.

Auch Analysten halten es für denkbar, dass die Sender auf eine Konsolidierung der Lizenzhändler hin arbeiten. Während sich in Deutschland mit den TV-Familien von RTL und Kirchgruppe zwei Sendefamilien mit einem Duopol im Werbezeitenverkauf herausgebildet hat und es mittlerweile auch auf Ebene der Media-Agenturen eine Konsolidierung gegeben hat, sind noch eine Vielzahl von Lizenzhändlern als selbsständige Unternehmen an der Börse notiert. Viele haben allerdings in den vergangenen Wochen massive Kursrückgänge verkraften müssen.

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